Fußball: Furious vor dem vorerst letzten Pflichtspiel

Fußball : Furious vor dem vorerst letzten Pflichtspiel

Mit einer gehörigen Verbitterung meldet der Trainer der Futsaler sein Team vom Spielbetrieb ab.

Bünyamin Türkhan hätte sich mit Sicherheit einen anderen Abschluss in eigener Halle gewünscht. 3:15 verlor Furious Futsal Mönchengladbach gegen den PCF Mülheim sein letztes Heimspiel in der Niederrheinliga.

Doch dem Spielertrainer und Vereinsboss war vor allem wichtig, dass sein Team überhaupt auflief. Der Klub will sich anständig aus der Liga verabschieden, so soll es auch am kommenden Samstag zum Saisonfinale bei Selecao Wuppertal II sein - obwohl Türkhan eigentlich gar keine Mannschaft mehr beisammen hat. Deswegen wird die Partie in Wuppertal das letzte Pflichtspiel für Furious sein, Türkhan zieht das Team danach aus dem Spielbetrieb zurück.

"Es macht keinen Spaß mehr. Mir ist es nicht mehr gelungen, ein Team zu formen, das Werte wie Wille, Disziplin und Zuverlässigkeit verkörpert. Letztlich waren die letzten zwölf Monate Zeitverschwendung", sagte Türkhan. Seit mehr als einem Jahr litt das Team unter einer extrem dünnen Kaderdecke. Zwar stießen immer wieder mal - zuletzt im Winter - einige Neueinsteiger hinzu, doch die erhoffte Wirkung blieb aus. "Vielleicht erwarte ich auch zu viel, aber mir hat es da an der Einsatzbereitschaft gefehlt. Die Trainingsausfälle in der jüngsten Zeit waren der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Das ist nicht das, wofür ich den Verein mal gegründet habe", sagte Türkhan.

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Vielmehr wollte er mit Furious Futsal in Mönchengladbach etablieren und auch sportlich für Furore sorgen. "Dass dies möglich ist, zeigt der Werdegang unseres langjährigen Spielers Matthias Bongartz, der mit Schwerte nun Deutscher Vizemeister geworden ist", sagte Türkhan. Stattdessen ist Furious abgeschlagener Tabellenletzter der Niederrheinliga, kommenden Sonntag fällt der Vorhang - vorerst.

"Derzeit ist es unrealistisch, weiterzumachen, aber es ist keine Vereinsauflösung. Ich werde in aller Ruhe überlegen, ob es eventuell in einem Jahr nochmals Sinn macht, einen Neuaufbau zu starten. Ich weiß nur eines: Außer mir wird es keiner machen", sagte Türkhan.

(togr)