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Frauenfußball: FV Mönchengladbach bleibt in der Niederrheinliga

Ehemalige Fußballerinnen des 1. FC : Frauen des FV Mönchengladbach bleiben in der Niederrheinliga

Die Fußballerinnen des FV Mönchengladbach dürfen in ihren Ligen bleiben. Die Erste wird wie schon zur Zeit, in der die Mannschaft beim 1. FC aktiv war, in der Niederrheinliga starten, die Zweite in der Bezirksliga.

Für die Fussballerinnen des neu gegründeten FV Mönchengladbach kann die Zukunft beginnen. Nachdem seit dem vergangenen Freitag feststeht, dass die Fußballerinnen unter dem neuen Namen FV Mönchengladbach (die komplette Frauenfußball-Abteilung des 1. FC Mönchengladbach mit rund 120 Aktiven wurde aufgelöst) auch künftig mit der ersten Mannschaft in der Niederrheinliga und mit der zweiten Mannschaft in der Bezirksliga spielen dürfen, ist die Motivationskurve bei den Gladbacherinnen wieder steil noch oben geschossen. „Natürlich waren wir alle mehr als erleichtert, dass es weitergeht und dann auch noch in den gleichen Ligen“, erklärt Ralf Vander, Vorsitzender des FV. „Wir haben seit der Gründung Ende Juni alles daran gesetzt, dass die Fußballerinnen gut trainieren können“.

Dabei war für Vander und seine Mitstreiter schon auch Kreativität gefordert. Denn einen eigenen Standort mit Trainings- und Spielstätte haben der FV noch nicht. „Wir haben dankenswerterweise auf einer Anlage außerhalb von Mönchengladbach trainieren dürfen, so dass wir nicht nur mit einer oder zwei Wochen Vorbereitung in die neue Saison gehen müssen“, sagt Vander. Fakt ist schon: Die Niederrheinliga-Heimspiele werden auf jeden Fall auf der Anlage im Haus Lütz stattfinden. „Wir sind guter Dinge, dass wir schon bald eine neue sportliche Heimat haben werden. Die Gespräche laufen gut. Wir sind mit allen Verantwortlichen in ständigem Kontakt“, so Vander weiter.

Auf der sportlichen Seite wollen die Schützlinge von Georg Schreiber in der Niederrheinliga wie in den vergangenen Jahren wieder oben angreifen. Vor zwei Jahren verpassten sie nur um drei Punkte den Aufstieg in die Regionalliga. In der abgebrochenen Saison lagen die Gladbacherinnen als Dritte auf Tuchfühlung zur Spitze. Auch die Zweite, die die Saison auf Platz drei abschloss, wird in der neuen Saison unter neuer Flagge eine gute Rolle spielen wollen. Hinzu kommen vier Mädchenmannschaften, die allesamt gute Chancen haben, sich für höhere Aufgaben zu empfehlen.

Bei all den guten neuen Nachrichten müssen die FC-Fußballerinnen dennoch einen kleinen Wermutstropfen hinnehmen. Im Niederrheinpokal-Halbfinale gegen Borussia Bocholt können die Gladbacherinnen nicht mehr eingreifen. „Das gehört zur alten Saison“, sagt Vander. „Die Mädels hätten natürlich gerne den Pokal verteidigt und sich wieder für den DFB-Pokal qualifiziert. Aber damit müssen wir nun alle eben leben.“