Frauenfußball: Borussia Mönchengladbach ist gegen Turbine Potsdam chancenlos

Deutliche Heimniederlage für den Aufsteiger : Borussias Frauen sind gegen Potsdam chancenlos

Nach einem erneuten 0:7 im eigenen Stadion bleibt der Aufsteiger Tabellenletzter in der Frauen-Bundesliga. Die Partie gegen Turbine ist bereits zur Pause entschieden.

So laut wie die Fans, die das Frauen-Team von Turbine Potsdam am Sonntagmorgen mitbrachte, war im Grenzlandstadion lange niemand mehr – und das schließt ausdrücklich die Anhänger der Traditionsvereine in der Regionalliga der Männer ein. Schon beim Walk-In der Teams übertönten sie die Lautsprecheranlage der altehrwürdigen Sportstätte, und die Durchsagen des Stadionsprechers gingen später im Torjubel unter, weshalb sie diese im Anschluss selbst noch einmal laut wiederholten. Und wie zu befürchten war, erfolgte dies im Bundesligaspiel gegen Borussias Frauen nicht nur einmal. Am Ende gab es wie schon zuletzt gegen Wolfsburg ein 0:7.

Den Ausfall der Offensivspielerinnen Valentina Oppedisano und Kelly Simons versuchten die Borussen durch einen Dreiersturm aus Vanessa Wahlen, Kerstin Bogenschütz und Alina Busshuven zu kompensieren. Die Aufgabe war dabei, den richtigen Grad zwischen Mut und Leichtsinn zu finden. Natürlich änderte diese Taktik nichts daran, dass sich das komplette Team im Potsdamer Ballbesitz tief in der eigenen Hälfte befand.

Mehrfach war die starke Michelle Wassenhoven im Tor zur Stelle, dreimal war vor der Pause nichts zu machen. Anna Gasper und Sarah Zadrazil trafen mit sehenswerten Schüssen, Rieke Dieckmann staubte nach einem Pfostentreffer ab. Ab der 25. Minute versuchte sich Borussia mit ein paar Vorstößen, den einzigen Ballkontakt hatte Postdams Torfrau Vanessa Fischer aber beim Abfangen einer Ecke. „Insgesamt müssen wir uns da den Vorwurf machen, dass wir nicht gallig genug in die Zweikämpfe gegangen sind, eher zugesehen und uns am Gegner erfreut haben“, sagte Borussias Co-Trainer Sandro Scuderi.

Nach der Pause erhöhte Potsdam zwar durch Lena Petermann gleich auf 4:0, doch dabei blieb es dann eine ganze Zeit, nach gut einer Stunde versuchte sich Kerstin Bogenschütz auch an einem Torschuss. Nach dem 0:5 in der 73. Minute, erneut durch Nationalspielerin Petermann, hatte die gerade eingewechselte Kyra Densing die einzige echte Chance, war aber vom Fehler der Potsdamer Hintermannschaft wohl zu überrascht.

„In der Phase zwischen dem 0:4 und 0:5 haben wir es viel besser gemacht. Ein wenig schade war, dass wir uns dann wieder ein wenig hängen lassen. Aber an vielen Dingen können wir nichts ändern, das wissen wir schon“, sagte Scuderi. Petermann schnürte noch ihren Dreierpack, und ein Elfmeter von Felicitas Rauch brachte den Endstand.

Borussia Frauen: Wassenhoven – Fürst (74. Densing), Starmanns, Giehl, Corres – Kufner, Geraedts – van Heeswyk – Wahlen (65. Sinz), Bogenschütz, Busshuven (86. Abu Sabbah). Tore: 0:1 Gasper (11.), 0:2 Zadrazil (17.), 0:3 Dieckmann (38.), 0:4 Petermann (47.), 0:5 Petermann (73.), 0:6 Petermann (82.), 0:7 Rauch (Foulelfmeter, 90.). Zuschauer: 320.

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