Start in die Regionalliga FV setzt Ausrufezeichen, Borussia lässt Punkte liegen

Regionalliga · Der FV Mönchengladbach gewinnt bei seinem Regionalliga-Debüt gegen den 1. FFC Recklinghausen, Borussia verspielt in einer turbulenten Partie den Dreier in der Schlussphase.

FV Mönchengladbach gewann seinen Auftakt in der Regionalliga gegen den 1. FFC Recklinghausen.

FV Mönchengladbach gewann seinen Auftakt in der Regionalliga gegen den 1. FFC Recklinghausen.

Foto: Heiko van der Velden

Die Frauen des FV Mönchengladbach haben in der neuen Spielklasse einen optimalen Start hingelegt: Der Aufsteiger setzte am ersten Spieltag ein Ausrufezeichen und besiegte das renommierte Team des 1. FFC Recklinghausen verdient mit 2:0 (0:0).

Die Mannschaft von Trainer Marco Ketelaer dominierte das Spiel von Anfang an und erspielte sich bereits im ersten Durchgang einige gute Möglichkeiten. Doch belohnen konnte sich das Team zunächst nicht. Im zweiten Durchgang brauchten die Mönchengladbacherinnen dann zunächst ein paar Minuten, um wieder an die gute erste Spielhälfte anzuknüpfen. Recklinghausen versuchte in dieser Phase entsprechend Druck aufzubauen, konnte allerdings daraus kein Profit schlagen.

Spätestens nach einer Stunde war der FV dann aber wieder voll da: Alina Honold (60.) markierte zu diesem Zeitpunkt den Führungstreffer ihrer Mannschaft – nach Zuspiel von der linken Seite durch Verena Schoepp drehte sich Honold einmal um die eigene Achse und hämmerte den Ball aus 23 Metern unhaltbar in den oberen rechten Winkel. Die Mönchengladbacherin spielten nun wieder fokussierter und mit mehr Zug zum Tor. Zwar waren sie dem 2:0 nahe, dennoch musste auch Torhüterin Michelle Wassenhoven zweimal in höchster Not klären, unter anderem beim Schuss der Recklinghausener Kapitänin Katharina Prinz.

Die Entscheidung fiel dann in der Schlussphase, als zunächst Recklinghausens Torhüterin Sabine Reinhold einen Schuss von Kyra Densing blockte, der Abpraller aber bei Elisa-Francina Kammen landete, die den Ball schließlich zum 2:0 ins Tor beförderte.  

„Wir sind in der Liga angekommen. Es war durchweg eine gute Leistung. Darauf kann man weiter aufbauen. Die ganze Mannschaft hat sich redlich die drei Punkte verdient“, freute sich Trainer Marco Ketelaer über den Sieg seiner Mannschaft, die am kommenden Sonntag bei Arminia Bielefeld antritt.

Für die Frauenmannschaft von Borussia Mönchengladbach endete das erste Spiel der Saison gegen den VfR Warbeyen mit einem 3:3-Unentschieden. „Wir haben uns heute selbst geschlagen und sind nicht an unsere Qualität herangekommen, die wir eigentlich haben“, sagte Trainer Jonas Spengler. Vor allem bei Standardsituationen zeigten sich die Fohlen anfällig. Bereits nach fünf Minuten musste Torhüterin Tina Lingsch erstmals hinter sich greifen, als Madita Giehl nach einem Freistoß den Ball per Kopf ins eigene Tor beförderte. Doch nur wenig später fiel bereits der Ausgleichstreffer durch Britt van Rijswijck (8.), die nach einer Balleroberung im Mittelfeld das 1:1 erzielen konnte.

Borussia Mönchengladbach musste sich gegen den VfR Warbeyen am Ende mit einem 3:3-Remis zufrieden geben.

Borussia Mönchengladbach musste sich gegen den VfR Warbeyen am Ende mit einem 3:3-Remis zufrieden geben.

Foto: Heiko van der Velden

Es entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Warbeyen sich ein Chancenplus erspielte. Glück hatte die Borussia bei zwei Gegentreffern, die wegen Abseitspositionen nicht gegeben wurden.

In der 34. Minute köpfte Giehl (34.) dann ins richtige Tor und brachte die Borussia mit 2:1 in Führung. Weitere gute Möglichkeiten ließ das Spengler-Team vor der Pause allerdings ungenutzt. Nach dem Seitenwechsel fand Warbeyen über den Kampf zurück ins Spiel: Nach einem Freistoß nutzte Selina Grabbe (57.) einen Abstauber zum 2:2. Ein perfekt ausgespielter Konter über Yvonne Brietzke auf Jessica Hackenberger brachte in der 78. Minute die erneute VfL-Führung zum 3:2. Nach einer Ecke markierte ausgerechnet Ex-Gladbacherin Julia Koj in der 86. Minute dann den Treffer zum 3:3-Endstand.

„Es war ein klassisches Auftaktspiel. Wir waren etwas nervös und erstarrt und hatten nicht die Bewegung drin, die wir uns erhofft haben ohne Ball“, fasste Spengler das Spiel zusammen. Am kommenden Sonntag tritt seine Mannschaft bei Bayer 04 Leverkusen II an.

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