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Football: Wolfpack Mönchengladbach hat zum Saisonstart neue Heimat

Touchdown in Odenkirchen-Süd : Footballer vom Wolfpack finden neue Heimat

Oft mussten die Footballer vom Wolfpack Mönchengladbach bereits ihre Spielstätte wechseln. Nun soll das Stadion in Odenkirchen-Süd die neue Heimat werden. Am Sonntag kommt es dort zum ersten Spiel gegen die Schiefbahn Riders.

Nun ist es am Wochenende soweit, die American Footballer des Wolfpacks bestreiten in ihrer neuen Heimat auf der Bezirkssportanlage (BSA) Odenkirchen-Süd und nach fast zwei Jahren Corona-Pause ihr erstes Heimspiel. Gegner des Seniorenteams zum Rückspiel wird kein geringerer sein als Lokalrivale Schiefbahn Riders, gegen die der Saisonauftakt mit 14:8 schon mal erfolgreich gestaltet wurde. Doch bevor der erste Heim-Kick-Off erfolgt, ist noch viel Arbeit vonnöten.

„Ein neuer Platz bedeutet viel Arbeit und Aufwand für die Abläufe, die wir erst noch testen müssen“, erklärt Steffi Radeck, 2. Vorsitzende des Vereins. „Hinzu kommen die Corona-Regeln: Wir werden deutlich vorsichtiger agieren als es in den Regeln festgehalten ist. Es wird bei uns an Spieltagen nach der 3G-Regel gearbeitet werden. Maskenpflicht, wo der Abstand nicht eingehalten werden kann. Das Risiko soll so gering wie möglich gehalten werden.“ Hinzu kommt, dass sowohl Spieler als auch Trainer, bevor sie das Spielfeld betreten, einen aktuellen, negativen Schnelltest vorlegen müssen – auch bei vollständigem Impfschutz: „Wir haben beim Verband an einer Schulung teilgenommen, wie die Hygienekonzepte angewendet werden sollen. Wir halten uns da komplett an die Vorgaben des Verbandes“, so Radeck weiter.

 Die BSA Odenkirchen Süd ist die neue Heimspielstätte vom Wolfpack. Am Sonntag spielen die Footballer dort ihr erstes Ligaspiel gegen die Schiefbahn Riders.
Die BSA Odenkirchen Süd ist die neue Heimspielstätte vom Wolfpack. Am Sonntag spielen die Footballer dort ihr erstes Ligaspiel gegen die Schiefbahn Riders. Foto: Diana Gormanns
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Bezüglich der erlaubten Zuschauerzahlen gibt es die Vorgabe, dass maximal 2500 Zuschauer erlaubt sind. Mit durchschnittlich 300 Zuschauern bleibt man da deutlich unter dem Limit. Zudem ist durch einen Erdwall auf einer Längs- und Kopfseite die Möglichkeit gegeben, die Abstandsregelung einzuhalten. „Wir waren letztes Wochenende in Schiefbahn und bei den Damen in Solingen und haben uns das genau angeschaut“, merkt Radeck an. Eine Rückverfolgung sei bis 2500 Zuschauern nicht nötig und deshalb verzichtet der Verein auch auf eine Anwesenheitsliste. Durch den neuen Spielort ergeben sich auch deutliche Verbesserungen. Neben sanitären Anlagen gibt es ein neu installiertes Flutlicht. Somit entfallen Platzbelegungen bei anderen Vereinen. Auch die fest im Boden verankerten Fußballtore wurden vor ein paar Tagen entfernt. Die dort ansässige Eintracht Güdderath kann ab jetzt auf bewegliche Tore zurückgreifen. Wie Steffi Radeck anmerkte, hat die Stadt recht schnell und unbürokratisch die Wünsche des Vereins umgesetzt. „Ich möchte mich im Namen aller bei der Stadt bedanken“, sagt sie.

Sportlich gesehen ist es eine Rumpfsaison ohne Auf- oder Absteiger. Die Damen hatten zuletzt den Aufstieg in die zweite Bundesliga geschafft. In Solingen gelang gegen die Spielgemeinschaft Paladins/Greyhounds mit 28:0 auch gleich der erste Erfolg. Die zahlenmäßig unterlegenen Gladbacherinnen profitierten dabei meistens von gegnerischen Fehlern, die sofort bestraft wurden. Erst am 11.September greifen die Damen wieder ins Spielgeschehen gegen die Mülheim Shamrocks ein.

 Feste Fußballtore auf dem Feld sind Vergangenheit. Nun können die Tore an den Rand bewegt werden.  Foto  : seka
Feste Fußballtore auf dem Feld sind Vergangenheit. Nun können die Tore an den Rand bewegt werden.  Foto : seka Foto: Sebastian Kalenberg

Für das Herrenteam steht am Sonntag um 15 Uhr das Rückspiel gegen den „Rivalen“ – mit dem aber eine enge Freundschaft besteht – aus der Nachbargemeinde Schiefbahn an. Das Rudel würde zu gerne das Erfolgserlebnis wiederholen, die Raiders dagegen wollen Wiedergutmachung für die 8:14-Heimniederlage. Beide Teams haben zahlreiche neue Spieler in ihren Reihen, die sich noch finden müssen. Für die U13 beginnt die Saison in Turnierform bereits am Samstag um 11 Uhr. Die zweite Begegnung ist für 12 Uhr angesetzt. 20 Minuten dauert ein Spiel und ist nicht wie sonst üblich in in vier Viertel, auch Quarter genannt, aufgeteilt.

Wider Erwarten hat die Corona-Zwangspause nicht zu erhöhten Abmeldungen geführt, wie der sportliche Leiter Peter Meyer anmerkt. „Die Fluktuation blieb im Rahmen. Auch ohne Werbung haben wir einen guten Zulauf, sogar aus weiterer Entfernung wie Kleve, Gelsenkirchen oder Solingen kommen zum Beispiel Spielerinnen zum Training respektive Spiel.“