Fußball-Bezirksliga: Flutlicht und Rheydter SV – das passt nicht

Fußball-Bezirksliga : Flutlicht und Rheydter SV – das passt nicht

Wegen erneuter Probleme an der maroden Anlage wurde das Bezirksligaspiel gegen den TDFV Viersen im Grenzlandstadion beendet. Dort ging es beim Spielstand von 1:0 weiter, am Ende siegte der RSV 6:2. Bis Ende 2020 werden die Rheydter noch auf eine Modernisierung warten müssen.

Vielleicht sollte der Rheydter SV die Anstoßzeit seiner Heimspiele noch einmal überdenken. Samstags, 19.30 Uhr mag ja atmosphärisch nett sein – wenn man denn ein funktionierendes Flutlicht hat. Vor zwei Wochen musste die Partie gegen Giesenkirchen verlegt werden, weil der RSV nicht ins benachbarte Grenzlandstadion kam, in dem er das Flutlicht für seine Spielstätte anmachen kann. Zu Saisonbeginn musste die Partie gegen Brüggen verlegt werden, diesmal fiel ein Flutlichtmast im Spiel gegen den TDFV Viersen aus. „Es ist wie verhext. Es gab technische Probleme“, berichtet Harald Weuthen, Leiter des städtischen Fachbereichs Schule und Sport. „Die Anlage ist halt alt. Das ist höhere Gewalt. Es wird Zeit, dass wir das Stadion modernisieren, und das wollen wir im Zuge des Campus-Parks ja auch umsetzen. Bis Ende 2020 soll es fertig sein.“ Am Samstag gab es dann die Notlösung, ins Grenzlandstadion umzuziehen. „Wir haben den Platzwart direkt in Bewegung gesetzt“, sagte Weuthen. So konnte die Begegnung zumindest zu Ende gespielt werden, nachdem sich die Beteiligten erneut warmgemacht hatten.

Rheydter SV – TDFV Viersen 6:2 (3:1). Lamin Fuchs sorgte in Minute sieben für die schnelle RSV-Führung, als zwei Minuten später ein Flutlichtmast den Dienst verweigerte. Nach dem Umzug ins angrenzende Grenzlandstadion ging es mit diesem Spielstand weiter. Auch hier startete der „Spö“ furios und markierte durch Michael Bohnen das 2:0 (12.). Ousmane Sylla erhöhte dann noch (31.), bevor der TDFV durch einen Handelfmeter vor der Pause verkürzte. Als die Viersener kurz danach erneut trafen, kamen vielleicht erste Zweifel auf, zumal der RSV binnen Sekunden doppeltes Pech mit dem Pfosten hatte. Ferdi Berberoglu per Foulelfmeter, erneut Bohnen und Berberoglu schraubten das Ergebnis aber doch noch in die Höhe. Trainer Rene Schnitzler zollte anschließend allen Beteiligten Dank und nannte dabei explizit den Platzwart Herr Swiderski, Weuthen als Vertreter der Stadt sowie den Staffelleiter Thomas Klingen, die auf ganz kurzem Dienstweg eine erneute Spielabsage vermieden.

DJK/VfL Giesenkirchen – SV Budberg 3:1 (1:1). Die Gästeführung nach einer guten halben Stunde fiel wie aus dem Nichts, nachdem der Gastgeber die ersten 20 Minuten dominiert hatte. Erik Pöhler hatte dann den Ausgleich auf dem Fuß, vergab diese jedoch. Dafür machte er es fast mit dem Pausenpfiff besser, als er in eine Rückgabe der Gäste lief und zum Ausgleich einnetzte (44.). Die Führung der DJK erzielte Fabian Hermens (57.) mit einem direkten Freistoß aus 23 Metern. Jonas Langen bediente von der linken Seite aus Kevin Mertens, der nur noch zum 3:1-Endstand (75.) einschieben brauchte. Trainer Volker Hansen meinte anschließend, es sei ein hartes Stück Arbeit auf einem schwer zu bespielenden Platz gewesen. Budberg sei aber ein sehr angenehmer Gegner gewesen.

TuRa Brüggen – SV Lürrip 0:5 (0:1). Nico Hermanns sorgte bereits nach acht Minuten für die Lürriper Führung, musste aber später in der ersten Hälfte verletzt ausscheiden. Der für ihn gekommene Tobias Busch erhöhte dann auf 2:0 (57.). Batuhan Yildirim (62.) und Dieuveille Mangaya-Twadela (77.) und ein Eigentor zum 0:4 (74.) aus Brüggener Sicht machten den Erfolg für das Pasculli-Team perfekt.

1.FC Viersen – Victoria Mennrath 3:4 (1:1). Noah Kubawitz (40.) zum 1:1, Oliver Krüppel (47.) und Sandro Meyer (49.) zum 2:1 und 3:1 trafen zum günstigsten Zeitpunkt für die Victoria. Paul Szymanski markierte das 4:2 (75.). „Trotz vieler vergebener Chancen ein hochverdienter Sieg“, sagte Trainer Simon Netten.

Teut. Kleinenbroich – VfB Uerdingen 2:1 (0:0). Patrick vorn Hüls (70.) und Dominik Klouth (80.) trafen für den Aufsteiger.