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Final Four: Im Kreispokal Mönchengladbach sind Borussia und Geistenbeck die Favoriten

Final Four im Kreispokal : Borussia und Geistenbeck die großen Favoriten

Am Wochenende werden die Handball-Pokalwettbewerbe der Männer und Frauen in einem Final Four ausgetragen. Bei den Frauen könnte das Spiel zwischen ATV Biesel und dem Rheydter TV ein vorgezogenes Finale sein, ausgeglichener ist es bei den Männern.

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern stehen an diesem Wochenende die Final-Four auf dem Programm. Ausrichter dieses Kreispokal-Highlights ist der TV Geistenbeck, die Partien werden in der Sporthalle an der Mülforter Straße ausgetragen. Am Samstag stehen die Halbfinalspiele an, Sonntag die beiden Endspiele. Dabei werden die Partien im Wechsel zwischen den Frauen- und den Männermannschaften ausgetragen. 

Bei den Frauen haben sich der ATV Biesel (Verbandsliga), der Rheydter TV (Oberliga), die Turnerschaft Lürrip (Bezirksoberliga) und der TV Beckrath (Landesliga) qualifiziert. In der ersten Partie trifft der ATV auf den RTV – das ist bereits so etwas wie ein vorgezogenes Endspiel und verspricht im Vorfeld viel Spannung. Rheydt ist mit dem Abschneiden in dieser Saison nicht so ganz zufrieden und landete in der unteren Tabellenhälfte, wobei Trainer Janosch Greinert bemängelte, dass die Mannschaft zu selten ihr Potenzial abgerufen habe. Anders verhält es sich da mit Biesel, denn das Team wusste durchaus zu überzeugen und belegt in der Abschlusstabelle der Verbandsliga den zweiten Platz. In der zweiten Partie treffen Lürrip und Beckrath aufeinander, wobei die TSL wohl lediglich Außenseiterchancen haben dürfte.

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Die Klassenzugehörigkeiten betrachtend, scheint das Teilnehmerfeld im Wettbewerb der Männer ausgeglichener zu sein. Hier sind die beiden Oberligsten TV Geistenbeck und Borussia Mönchengladbach  sowie der Verbandsligist Turnerschaft Lürrip und der TV Beckrath, der in der Bezirksliga immerhin den zweiten Platz belegte, dabei. Der Startschuss fällt mit der Partie Beckrath gegen Geistenbeck, das letzte Spiel des Tages bestreiten Lürrip und Mönchengladbach.

Gegen Beckrath sind die Ausrichter eindeutig in der Rolle des Favoriten. Allerdings hat der TVG arge personelle Probleme und musste daher das Nachholspiel in Haan absagen. „Ich hoffe, am Wochenende sieht es wieder etwas besser aus“, betont der Geistenbecker Trainer Thomas Laßeur. „Wir werden auf jeden Fall eine Mannschaft stellen können und müssen eventuell aus dem erweiterten Kader auffüllen. Natürlich möchten wir gerne das Endspiel erreichen, aber wir werden Beckrath keineswegs unterschätzen und der Mannschaft mit dem nötigen Respekt entgegentreten. Das ist auch eine Charakterfrage, die wir in der Vergangenheit stets recht gut lösen konnten. Sicher ist, dass sich Beckrath auf gar keinen Fall hängen lassen wird. Sollten wir weiter kommen, wünschen wir uns die Borussia als Gegner.“ Es wäre dann innerhalb von acht Tagen das zweite Aufeinandertreffen zwischen den beiden Oberligisten. „Die beiden Meisterschaftsspiele waren eng und es ist sportlich immer ein sehr interessanter Vergleich. Wir freuen uns sehr, in unserer Halle zu spielen, was noch einmal ein weiterer Motivationsschub ist“, sagt Laßeur weiter.

Der Samstagabend wird mit der Begegnung zwischen der Turnerschaft Lürrip und Borussia Mönchengladbach abgeschlossen, wobei die Borussen die Rolle des großen Favoriten innehaben. „Unser Ziel ist es, den Pokal zu holen“, beteuert der Mönchengladbacher Trainer Ronny Rogawska. Das wird allerdings kein Spaziergang, zumal der Tabellenzweite der Oberliga nicht auf seinen kompletten Kader zurückgreifen kann. „Ich kann noch nicht genau sagen, welche Spieler mir gegen Lürrip zur Verfügung stehen“, so Rogawska. „Einige sind angeschlagen und andere haben schon lange Zeit geplante private Termine. Dennoch werden wir eine schlagkräftige Truppe auf die Beine stellen. Sollten wir das Finale erreichen, ist auch hier noch nicht sicher, wer auflaufen kann und wird. Fakt ist, dass wir uns sehr auf dieses Turnier freuen.“

Völlig entspannt geht der Lürriper Trainer Tobias Elis an die Aufgabe heran, der über Jahre selbst der Verantwortliche auf der Mönchengladbacher Bank war. „Für mich wird das eine Gaudi“, verspricht er. „Zur Borussia habe ich ein sehr freundschaftliches Verhältnis, ich kenne dort ja auch alle.“ Personell plagen Elis keine großen Probleme.„Ziel ist es, uns so gut wie möglich zu verkaufen und gegen einen so starken Gegner Erfahrungen zu sammeln. In diesen Genuss sollen auch die Spieler kommen, was ich als extrem wichtig erachte, deshalb werden wir auch munter durchwechseln. Wichtig ist es auch, gegen Mönchengladbach Spaß zu haben. An diese Aufgabe gehe ich total tiefenentspannt heran, denn wir haben absolut nichts zu verlieren“, sagt der Lürriper Trainer weiter.