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Faustball: Umbruch beim TuS Wickrath nach Rückzug aus Zweiter Bundesliga

Faustball : Wickraths Faustballer müssen Umbruch einleiten

Nach vier Abgängen löste sich das Zweitliga-Team beim TuS auf. Mit der Reserve startet der Klub nun eine Spielklasse tiefer.

Mit einem 20. Platz bei den Deutschen Meisterschaften der weiblichen U16 in Berlin ist für den TuS Wickrath die Feldsaison zu Ende gegangen. Trainer Markus Weyermanns standen allerdings nur fünf Spielerinnen zur Verfügung, wobei eine bereits verletzt in die Partien gehen musste. „Die Mädchen hatten aber zumindest eine große nationale Veranstaltung als Erfahrung für ihre zukünftige sportliche Laufbahn – mit dem Ansporn, bald wieder auf dieser Bühne stehen zu wollen“, sagte Sebastian Leppert.

Die Jugendförderung beschäftigt Wickraths Faustball-Fachwart derzeit aber auch an ganz anderer Stelle: Denn der TuS wird ein sehr junges Herren-Team in die Hallensaison schicken, da sich die Erste Mannschaft aufgelöst hat. Der Klub, der die Faustball-Abteilung erst vor wenigen Jahren revitalisiert hat und dessen Herren binnen kürzester Zeit von der Bezirks- bis in die Zweite Bundesliga aufgestiegen sind, muss nun mit der Zweiten Mannschaft in der Verbandsliga ein Jahr des Umbruchs einlegen.

„Wir haben eben keine Kaderbreite, mit der wir den Wegfall von vier Stammkräften kompensieren können“, sagt Leppert. Dass Trainer Lutz Schaper nach der Saison aufhören würde, war schon lange im Klub bekannt. Zudem orientierten sich zwei Spieler aus beruflichen Gründen um. „Wir haben allerdings nicht damit gerechnet, dass wir noch zwei weitere Abgänge zu verkraften haben“, sagt Leppert. Da nur noch drei Stammkräfte blieben, entschied sich der Verein nach intensiven Gesprächen, mit der bisherigen Reserve und deren Trainer Markus Schiffer den Neuaufbau anzugehen. Deswegen wird Wickrath auf seinen Platz in der Zweiten Feld-Bundesliga verzichten und wie in der Halle in der Verbandsliga starten.

„Das wird für die Mannschaft im ersten Jahr sicherlich eine Herausforderung. Doch unser Ziel ist es schon, in der Saison 2020/21 wieder anzugreifen“, sagt Leppert, der mit der gesamten Abteilung auch in den erfolgreichen Zeiten darauf achtete, dass der Jugendförderung immer die höchste Bedeutung zukam. Davon profitiert der Klub und hat sich damit in der Region auch wieder einen Namen gemacht. Punktuelle Personalzugänge schließt Leppert nun aber nicht aus.„In den Bereichen Defensive und Zuspiel stehen wir schon gut da, im Angriff müssen wir noch etwas tun. Grundsätzlich muss es unser Ziel sein, zukünftig den Kader noch etwas breiter aufzustellen.“

Das Hauptaugenmerk bleibt aber auf die eigene Vereinsjugend gerichtet, den nachrückenden Talenten soll der Weg nicht verbaut werden. Deswegen ist der Rückschlag mit der Ersten Mannschaft zwar bitter, bringt die Abteilung aber nicht in eine Schieflage. „Dies verzögert zwar die bisher geplante Entwicklung, hält sie aber nicht auf. In Wickrath wird weiterhin erfolgreicher Faustball gespielt“, sagt Leppert.