Leichtathletik: Europäer unter sich beim Lauf der Asse

Leichtathletik : Europäer unter sich beim Lauf der Asse

Das hat es beim Korschenbroicher Citylauf noch nicht gegeben. Bei der 21. Auflage sind im "Lauf der Asse" über zehn Kilometer Sonntag erstmals keine Kenianer am Start.

In den letzten sieben Jahren gewann immer einer der Afrikaner. Daniel Kirui hält den Streckenrekord mit 28:29 Minuten. Den letzten Sieg eines Europäers schaffte der Pole Michal Bartoszak in 29:15. Bei den Frauen siegten die Kenianer zwar nicht so häufig, im letzten Jahr aber holte sich Anitha Kipthum in 15:59,6 den Sieg. Ein Jahr zuvor gab es den Streckenrekord von Irina Mikitenko (TV Wattenscheid) mit 15:41.

"Es gab diesmal keine Anfragen kenianischer Spitzenläufer", sagt Cheforganisator Hans-Peter Walther: "Somit ist jetzt mit einem europäischen Sieg im Lauf der Asse zu rechnen. Ich habe das Feld der Spitzenläufer zusammen, und es bietet gute europäische Klasse. Es gibt keine Nachmeldungen mehr." Er hat auch schon einen Favoriten ausgeguckt: Der 35-jährige Marathon-Olympiateilnehmer Alberto Chaiça aus Portugal trägt im Lauf der Asse die Startnummer eins. "Ihm traue ich den Sieg zu. Er kommt mit einer Bestzeit von 28 Minuten über 10 000 Meter zu uns."

Der Korschenbroicher Citylauf leidet unter zunehmender Konkurrenz. Hans-Peter Walther: "Die Zahl der Langlaufveranstaltungen wird immer größer und dichter." Düsseldorfer Brückenlauf, Marathon in Bonn und in Hamburg sind ebenfalls an diesem Sonntag, der Düsseldorf-Marathon ist nur eine Woche später.

Die Deutschen machen sich im Lauf der Asse rar. Es ist keiner dabei, der derzeit auch nur national ganz vorn mitmischt. 10 000-Meter-Europameister Jan Fitschen, der immer wieder durch Verletzungen sein Comeback aufschieben musste, gibt nur den Startschuss beim Familienlauf. Die Niederländer hingegen könnten in Korschenbroich fast ihre nationale Meisterschaft austragen. Stark vertreten sind auch die Osteuropäer.

Im Frauenlauf über fünf Kilometer wird der schnellen Portugiesin Analia Rosa der Sieg zugetraut. Von deutscher Seite sollte die Wattenscheiderin Birte Bultmann am weitesten vorne liegen. W30-Seniorin Silke Optekamp von der MLG ist aber für eine Überraschung gut.

Der frühere Zehn-Kilometer-Lauf der Männer (Start um 15.25 Uhr) wird zum "City-Run". Frauen bekommen hier neuerdings eine Einlaufwertung aller Klassen. Weltklasse bieten immerhin die Rollstuhlfahrer (14.50 Uhr, 11862 Meter). Der Jüngste ist der Hinsbecker Kevin Bons von der BSG Mönchengladbach, Jahrgang 1994.

(RP)
Mehr von RP ONLINE