Hockey : "Es war eine Ohrfeige"

Erst 0:1 gegen den Erzrivalen Niederlande im letzten Gruppenspiel der Champions Trophy, dann das herbe 1:4 gegen denselben Gegner im Spiel um Platz drei.

Gerade Sie als Gladbacher müsste das besonders schmerzen.

Menke Ich gehe, wie alle von uns, mit einem schlechten Gefühl nach Hause. Für mich ist gerade das 1:4 doppelt bitter, weil es für mich ein echtes Heimspiel war. Wir hatten vor dem Spiel die Szenen vom 0:1 noch mal angeschaut und haben dann dieselben Fehler noch einmal gemacht. Das darf nicht passieren. Es war schon eine richtige Ohrfeige, die jeder gehört haben sollte. Wir müssen jetzt in Richtung Europameisterschaft, die ja im nächsten Jahr auch im Hockeypark ist, richtig ranklotzen. Es hat sich gezeigt, dass 70 bis 80 Prozent Leistungsfähigkeit nicht ausreichen.

Platz vier bei der Heim-Trophy ist nicht das, was sich das deutsche Team vorgestellt hat.

Menke Natürlich nicht. Wir haben ein anderes Potenzial, das haben wir bei der WM gezeigt, die für uns der Saisonhöhepunkt war. Aber das Potenzial kann man nur abrufen, wenn man im Vorfeld an Physis und Zusammenspiel gut gearbeitet hat. Wir haben es nach den ersten beiden Siegen einfach nicht gut gemacht. Jeder hat gesehen, woran es fehlt. Das müssen wir aufarbeiten.

Vor allem die Eckenbilanz war katastrophal. Woran hat es gelegen?

Menke Die Abläufe stimmten nicht. Aber auch die Laufarbeit und das Zusammenspiel haben nicht gepasst. Das ist es kein Wunder, dass man nur auf Platz vier landet.

Karsten Kellermann sprach mit Hockeynationalspieler Christoph Menke.

(RP)