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Erika Riecks und Bernd Meisterling-Riecks sind weltweit unterwegs

Leichtathletik : 200 gemeinsame Marathonläufe als Ehepaar

Erika Riecks und Bernd Meisterling-Riecks sind auf allen Erdteilen aktiv gewesen, von A wie Australien bis Z wie Zagora in der Sahara. Sie verbinden den Sport mit ihren Reisen und kommen so in Kontakt mit vielen anderen Menschen. Si wollen noch viele Laufschuhe verschleißen.

In 18 Jahren haben Erika Riecks (63) und Bernd Meisterling-Riecks (60) von der LG Mönchengladbach gemeinsam 200 Marathonläufe rund um die Welt absolviert. Bei ihnen sind die Marathonläufe nicht nur 42,195 Kilometer lang, sondern gehen mit Ultra-Strecken weit darüber hinaus. Zuletzt finishten sie in der Karibik auf der Insel Curacao ihren 200. gemeinsamen Marathon. „Im Laufe der Jahre haben wir Marathonläufe auf allen fünf Erdteilen absolviert. Im Schnitt laufen wir monatlich einen Marathon“, sagen die Eheleute.

Ihre Liste reicht von A wie Australien über Budapest, China, Guadeloupe, Indien, Kanada, Namibia, Neuseeland, Rocky Mountains, St. Petersburg, Seychellen oder Südafrika, Wüstenläufe im Oman bis Z wie Zagora in der Sahara. Für Erika Riecks (Bestzeit: 3:46 Stunden) und Bernd Meisterling-Riecks (3:38) zählen Zeiten dabei nicht, sondern sie genießen vielmehr gemeinsame Lauferlebnisse auf der ganzen Welt. „Unsere Philosophie ist, das Marathonlaufen mit Reisen zu verbinden und so fremde Länder und Kulturen hautnah kennenzulernen. Gemeinsames Laufen ist eine gute Möglichkeit, um unabhängig von sprachlichen oder kulturellen Unterschieden in Kontakt zu kommen. Gemeinsamer Sport verbindet über Grenzen hinweg und macht offen für neue Eindrücke und Begegnungen“, sagt das Ehepaar.

Zu den Highlights zählen sicherlich der 100. gemeinsame Marathon von Riecks und Meisterling-Riecks auf der Chinesischen Mauer mit 18.576 Stufen, ein Etappenlauf zur Überquerung der Rocky Mountains in den USA, ein Fünf-Tages-Lauf in der kanadischen Wildnis mit 160 Kilometern in fünf Etappen und 9500 Höhenmetern („da war Bärenabwehrspray Pflichtausrüstung“), Wüstenläufe und Bergläufe in den Alpen. Mittlerweile lieben sie Trail- und Bergläufe. So nahmen sie vergangenes Jahr am höchstgelegenen Marathon der Welt auf 3500 Metern im Himalaya teil oder an der „Diagonale der Verrückten“ auf der Insel La Réunion mit 65 Kilometern und 4500 Höhenmetern im Indischen Ozean. In Planung ist ein Marathon über den zugefrorenen Baikalsee, auf Costa Rica und im Dschungel von Angkor Wat. Sie finden ihr gemeinsames Hobby eine tolle Sache: „Wir sind sehr glücklich und dankbar, diese Events bei guter Gesundheit und Kondition gemeinsam absolviert zu haben und werden so lange es geht noch hoffentlich viele weitere Laufschuhe verschleißen.“