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Handball: Eine Minute entschied über eine ganze Saison

Handball : Eine Minute entschied über eine ganze Saison

Handball Die von vielen Teilnehmern als „verrückte Liga“ bezeichnete Bezirksliga verzichtet auf ein verrücktes Ende. Nach dem vorletzten Spieltag sind alle Entscheidungen gefallen: Der TV 1848 steigt nicht in die Landesliga auf, sondern der TV Erkelenz. Ihm gelang somit ein seltenes Kunststück: der Durchmarsch aus der Kreisliga A in die Landesliga. „Wir gratulieren. Ein Durchmarsch ist was Feines“, sagte Niko Daberkow vom 1848. „Wir fangen jetzt nicht an zu weinen.“ Der zweite Absteiger neben Kaarst/Büttgen II ist Geistenbeck II.

Als der „18“ am Sonntag beim 30:24 (13:10) gegen Borussia II ins Spiel ging, war die Entscheidung um den Aufstieg bereits gefallen. Erkelenz hatte nämlich am Samstag 26:24 bei TuS Hertha Hetzerath gewonnen. Dabei hatten die Erkelenzer zur Pause noch 12:14 zurückgelegen. Da der TVE nun drei Punkte Vorsprung hatte, wurde das Spiel des „18“ bedeutungslos. Locker, ohne zu glänzen kam der „18“ zum Sieg. Bei den Borussen erwischten die Stützen Dennis Baden (6/3) und Oliver Seib einen schwarzen Tag. Bester Feldtorschütze war David Körfges (5).

Der TV Geistenbeck II versuchte noch einmal alles, doch die letzten Sekunden im Abstiegskrimi bei Borussias Dritter Mannschaft, das die Gastgeber 29:28 gewannen, entschieden über die ganze Saison. Lange war das Spiel ausgeglichen. Beim 25:24 führten die Geistenbecker zum ersten Mal, schafften es aber nicht , den Sack zuzumachen. Dann die letzte Minute beim Stand von 28:28: Geistenbeck, mit einem Mann mehr auf dem Feld, schaffte es aber nicht, den Siegtreffer zu erzielen. Stattdessen trafen vier Borussen zum 29:28. Geistenbeck steigt damit ab, und die Borussen retteten sich durch den Sieg. „Wir haben das am Anfang der Saison versaut“, sagte Geistenbecks Michael Plikat. Bester Torschütze war Holger Schmitt.

In den restlichen Spielen ging es nur noch um die „Goldene Ananas“. Die SG Wickrath-Beckrath II erreichte in Grevenbroich ein 20:20 (11:9). „Der Dampf war raus“, erkannte Trainerin Heike Hoffmann. Welfia verlor beim Tabellenletzten HG Kaarst/Büttgen II 25:27 (10:12). Dabei hatten die Welfen fünf Minuten vor dem Ende noch mit vier Toren geführt. Und der TV Korschenbroich III gewann gegen den Rheydter TV 32:21 (15:11).

(RP)