Basketball : Ein ganz besonderer Auftritt

Basketballer Peter Krausen geht morgen sehr motiviert ins Spiel. Denn Gegner der NVV Lions ist Nachbar Grevenbroich. Für den hat er in der letzten Saison noch gespielt. Jetzt ist er Kapitän der Gladbacher.

Morgen geht es rund in der Jahnhalle. Um 17 Uhr beginnt in der Regionalliga das immer brisante Duell zwischen den Nachbarn NVV Lions Mönchengladbach und den Konstantin Elephants Grevenbroich. Lions-Center Peter Krausen kennt die Grevenbroicher genau: Letzte Saison ging der gebürtige Gladbacher noch für den Rivalen auf Korbjagd.

Nach drei Niederlagen zum Auftakt gelangen den Lions zuletzt vier Siege in Serie. Warum läuft es jetzt besser?

Peter Krausen: Wir hatten vor Saisonbeginn ein neues Team und einen neuen Trainer. Vieles musste sich erst einspielen. Inzwischen harmonieren wir auf dem Parkett sehr viel besser — das Ergebnis sieht man.

Sie sind nach vielen Jahren bei den Lions letzte Saison ausgerechnet zum Erzrivalen gewechselt. Warum?

Krausen: In Mönchengladbach gab es einen Umbruch, viele Spieler und auch Trainer Carsten Pohl verließen den Verein. Für mich war das Signal, etwas Neues auszuprobieren. In Grevenbroich hatte ich dann gute Gespräche mit Coach Heimo Förster, den ich aus meiner Zeit in Leverkusen schon sehr gut kannte.

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Nach nur einer Saison sind Sie zurückgekehrt. Hatten Sie Heimweh?

Krausen: Das nicht gerade, aber man muss sich mit dem Verein, für den man spielt, auch identifizieren können. In Grevenbroich stimmte zwar die Chemie mit Team und Trainer, aber ich habe mich dennoch nicht richtig wohl gefühlt.

Ist das Spiel morgen demnach etwas ganz Besonderes für Sie?

Krausen: Spiele zwischen den Lions und den Elephants sind immer etwas Besonderes. Gegen seinen Ex-Club ist man immer extra motiviert.

Wie schätzen Sie die Elephants ein?

Krausen: Sie gehören mit Sicherheit zu den Top-Teams der Liga. Dennoch gehen wir mit viel Selbstvertrauen ins Spiel; ich bin zuversichtlich, dass wir gewinnen können.

Bei den Lions sind Sie Kapitän. Ist das etwas Besonderes für Sie?

Krausen: Es ist eine gewisse Verantwortung, vor allem gegenüber den jüngeren Spielern. Ich bin zwar erst 23, aber schon einer der Ältesten. Da ist es fast logisch, dass mich der Trainer mit dem Amt betraut hat.

Wie fällt Ihr persönliches Zwischenfazit nach sieben Spieltagen aus?

Krausen: Ich bin ganz zufrieden. Ich wusste um meine Rolle und die Tatsache, dass ich der einzige richtige Center bin. Das war zunächst etwas ungewohnt, aber es macht Spaß.

Mit Robert Shepherd haben die Lions auch einen neuen Trainer. Wie ist die Zusammenarbeit mit ihm?

Krausen: Sehr professionell. Shep hat klare Vorstellungen. Mit ihm haben wir einen guten Fang gemacht.

(RP)