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Handball: Ein dreifaches Wiedersehen und ein Derby

Handball : Ein dreifaches Wiedersehen und ein Derby

Jörn Ilper, Simon Ciupinski und Dirk van Walsem – sie alle haben sie eine Korschenbroicher Vergangenheit.

Jörn Ilper, Simon Ciupinski und Dirk van Walsem — sie alle haben sie eine Korschenbroicher Vergangenheit.

Van Walsem stieg zusammen mit TVK-Sportdirektor Kai Faltin auf, Jörn Ilper trainierte die Mannschaft bereits und Simon Ciupinski mimte den Spielmacher in der abgelaufenen Drittliga-Spielzeit. Morgen Abend (Anwurf 20 Uhr, Waldsporthalle) streift sich dieses Trio jedoch das Trikot des VfL Eintracht Hagen über. Das Ziel: Gewinnen und weiter am Spitzenduo aus Ferndorf und Dormagen dran bleiben.

Doch dabei hat der TV Korschenbroich natürlich ein Wörtchen mitzureden — und zwar eins, das derzeit nicht zu unterschätzen ist. Die Spieler des TVK empfangen die Gäste mit breiter Brust, sie haben bereits in der zweiten Halbzeit gegen die OSC Löwen Duisburg gezeigt, dass sie in der Lage sind, auch mal einen Gegner zu überrollen. "Doch Hagen ist natürlich ein ganz anderes Kaliber", warnt TVK-Trainer Ronny Rogawska.

Der Trainer weiß, dass gegen die Mannschaft von Lars Hepp nicht nur eine gute Halbzeit ausreichen wird. "Mit der Leistung, wie wir sie gegen Duisburg in der ersten Halbzeit gezeigt haben, können wir nicht bestehen", sagt der Däne, der dem Gast aus Hagen gerne die Favoritenrolle zuschieben möchte. "Sie haben allein finanziell schon ganz andere Möglichkeiten als wir", sagt Rogawska.

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Auch die Ansprüche bei der Eintracht sind deutlich höher als beim TVK, der nach wie vor am Saisonziel (Platz sieben oder besser) festhält. Und doch stehen die Hagener nur zwei Punkte besser dar als die junge und erfolgshungrige Korschenbroicher Mannschaft, die zuletzt 8:2 Punkte aus fünf Spielen einfuhr und nur beim Tabellenführer aus Ferndorf knapp verlor.

Also keine besondere Vorbereitung auf den Gegner? "Nein, wir legen den Fokus klar auf uns. Hinter Hagen müssen wir uns nicht verstecken. Wir haben uns dieses Spitzenspiel verdient", sagt Rogawska.

Drei Ligen tiefer wird es am morgigen Samstag (19.15 Uhr, Halle Rheydt Mülfort) vermutlich nicht ganz so hochklassig, dafür wohl aber umso emotionaler. Dann nämlich empfängt der TV Geistenbeck den HSV Rheydt zum großen Nachbarschaftsduell.

Es ist ein Derby, das bereits in der vergangenen Spielzeit für regen Zuschauerandrang sorgte. Doch wie so oft geht der HSV als Außenseiter in die Partie. Die Mannschaft von Trainergespann Dieter Junkers und Andreas Holthausen hatte sich vor der Saison viel vorgenommen. Es hieß, das Potenzial sei da, um eigentlich jedem in der Liga Paroli bieten zu können.

Den Beweis trat die Mannschaft bislang zu selten an. Erst drei Siege aus neun Spielen stehen beim HSV zu Buche. Zuletzt aber gab es im Derby gegen den ATV Biesel einen 26:22-Sieg fürs Selbstvertrauen.

Ganz anders als beim TV Geistenbeck. Das Team von Trainer Thomas Laßeur hat beim Neusser HV II die erste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Grund genug, eine Reaktion zu zeigen und sich zu rehabilitieren. Mit einem Derby-Sieg wäre der erste Schritt gemacht.

(rüb)