Sportlerehrung: Ein bunter Sportmix

Sportlerehrung: Ein bunter Sportmix

Schwimmer, Kunstradfahrer, Judokas, aber auch Hundesportler: Die Jugendsportlerehrung des Gladbacher Stadtsportbundes versammelte 188 erfolgreiche Talente aus den unterschiedlichsten Sportarten.

Jugendsport Es war schon eine rekordverdächtige Zeit, die die Veranstalter da hingelegt hatten. Über zweieinhalb Stunden sollte eigentlich die 32. Jugendsportlerehrung des Stadtsportbundes dauern – es wurden nicht einmal 120 Minuten. Noch viel beeindruckender war jedoch die erneut große Anzahl von jungen Talenten, die für ihre herausragenden Leistungen im Sportjahr 2009 geehrt wurden. "Mit 188 Sportlern und Trainern haben wir wieder ein sehr gutes Niveau erreicht. Und unsere Kriterien für eine Ehrung sind ja auch nicht niedrig, es soll schließlich eine richtige Auszeichnung sein", sagte die Vorsitzende der Sportjugend, Beate Fränken.

Stargast Andreas Tölzer

Neben den schon traditionell starken Gladbacher Schwimm-Talenten, Kunstradfahrern oder Fußballerinnen gehörten in diesem Jahr auch einige Hundesportler zu den Geehrten. Doch Corinna Hornung vom Hundesportverein Rheydt freute sich nicht nur über ihre Medaille. "Es ist schön, dass wir hier unsere Sportart präsentieren durften. So wird sie wenigstens ein bisschen bekannter", sagte die 18-Jährige, die im letzten Jahr zusammen mit ihrem Kromfohrländer "Rusti" Deutsche Meisterin im Agility geworden war.

Mit einer unterhaltsamen Demonstration ihres Sports eröffneten Corinna Hornung und ihre Mannschaftkameraden den Abend und boten sogleich einen ersten Einblick in den bunten Mix des Gladbacher Jugendsports. Zwischen den weiteren Ehrungsblöcken traten zudem noch eine Tanzgruppe der Gesamtschule Rheydt-Mülfort, die verschiedene lateinamerikanische Stile zu einem Batuka-Tanz vereinte, und die Mönchengladbach Mavericks mit ihrer A- und B-Jugend sowie ihren Cheerleadern auf.

"Sonst müssen die Jungs gegen ihre Gegner ankämpfen, heute eher gegen ihre Nervosität", sagte Jugendleiter Oliver Nitschmann, nachdem die Jugendlichen lautstark einen kleinen Teil ihres Trainingsprogramms vorgeführt hatten. Stargast des Abends war jedoch der zweimalige Olympia-Teilnehmer Andreas Tölzer, der 1998 selbst an der Gladbacher Jugendsportlerehrung teilgenommen hatte.

"Damals habe ich natürlich nicht damit gerechnet, dass ich so erfolgreich sein werde", verriet der Judoka, der sogleich einigen seiner Nachfolger beim 1. Judoclub eine Medaille umhängen durfte. "Es ist wichtig, dass ihr nie aufgebt, euch immer weiterentwickelt und auch nach Rückschlägen wieder aufsteht", gab Tölzer dem Gladbacher Nachwuchs mit auf den Heimweg. Wer weiß, wenn wir alles später mal bei Olympia wiedersehen.

(RP)