Lokalsport: Duo will in Zukunft vom Fußball kürzer treten

Lokalsport : Duo will in Zukunft vom Fußball kürzer treten

Jan Eckhardt vom 1. FC Mönchengladbach und der Jüchener Timo Lenzen wechseln in die Rolle des Stand-by-Profis.

Wie viel Fußball darf es in der kommenden Saison noch sein? Zwei Spieler, beide 31 Jahre alt, sind sich in der Zielsetzung einig. Die realen Auswirkungen könnten aber während der kommenden Spielzeit recht unterschiedlich sein. Timo Lenzen, der beim Bezirksligisten VfL Jüchen-Garzweiler in den vergangenen Jahren eine entscheidende Rolle spielte, muss seine lädierten Knie schonen, besser gar nicht mehr belasten. Jan Eckhardt vom Landesligisten 1. FC Mönchengladbach will auf jeden Fall kürzer treten.

"Ich weiß noch nicht, welche Auswirkungen das tatsächlich haben wird. Jan ist zunächst einmal mit seiner Frau nach Griechenland gefahren. Dann werden wir sehen, was er entscheidet", sagt FC-Trainer Stephan Houben. "Ich werde bald Vater, und ich will dann mehr Zeit für die Familie haben. Das ist der eigentliche Grund. Ich werde mich aber fit halten und einspringen, wenn ich gebraucht werde", sagt der FC-Kapitän, für den aber nun ein Nachfolger gesucht werden muss. Zudem ist Jan Eckhardt als Gymnasiallehrer auch beruflich stark gefordert und muss daher die Ferienzeit mehr denn je für seine Familie reservieren. Darauf nimmt aber der Spielplan keine Rücksicht."

Stefan Houben hofft aber trotzdem, dass Jan Eckhardt doch noch häufiger zum Einsatz kommen wird, denn er hielt bisher nicht nur die Abwehr zusammen, sondern war auch der wichtige Führungsspieler, der die jungen Leute im Team lenken konnte. Während der Vorbereitungswochen aber war Jan Eckhardt immer beim Kader und legte sich so richtig ins Zeug. "Er ist fußballverrückt. Als Stand-by-Spieler steht er uns jedenfalls zur Verfügung", sagt Houben, der nun einen neuen Kapitän finden muss. Jan Eckhardts Vertreter war bisher Torwart Peter Dreßen.

Mit einiger Sicherheit wird Timo Lenzen für die Jüchener weniger häufig zur Verfügung stehen: "Ich werde nur noch einmal auflaufen, wenn in Jüchen die Personalsituation noch einmal so prekär sein sollte wie in der vorigen Saison", hat der torgefährliche Mittelfeldspieler für sich klar festgelegt. "Das ist sehr schade für uns, aber ich kann ihn verstehen. Das muss man einfach akzeptieren", sagt Jüchens Trainer Georg Krahwinkel. Timo Lenzens Kniee sind verschlissen. "Wenn ich weniger trainiere, werden weitere Verletzungen wahrscheinlicher. Zudem ist dann die alte Form sicher nicht zu halten", beurteilt der 31-Jährige recht nüchtern seine gesundheitliche Situation. Zudem ist er als Industrie-Kaufmann beruflich gefordert und möchte nach vielen Fußballjahren auch ein wenig mehr seine Freizeit genießen. "Dabei treffe ich auch meine Mitspieler immer wieder. Denn einmal im Monat wird gekegelt. Da bin ich sicher noch dabei", erzählt Timo Lenzen mit einem Lächeln.

Zur Person: Bisher absolvierte Jan Eckhardt 44 Spiele für den 1. FC Mönchengladbach und erzielte dabei drei Tore. Während dieser Zeit kassierte er als Abwehrspieler nur zwei Gelbe Karte. Timo Lenzen, der früher in Odenkirchen spielte, musste zehn gelbe Karten während seinerJüchener Zeit einstecken. In 50 Spielen erzielte er 17 Tore.

(RP)