Tim Heinemann in der DTM Trophy Wechselhaftes Wochenende in Imola

Motorsport · Nach den beiden Siegen zum Auftakt der DTM Trophy muss Tim Heinemann in Imola einen Dämpfer hinnehmen: Mit der Spitze kann er dieses Mal nicht mithalten. Die Gesamtführung der Rennserie behält er trotzdem.

 Tim Heinemann fuhr dieses Mal nicht vorneweg, sondern musste sich in Imola durch das Feld kämpfen.

Tim Heinemann fuhr dieses Mal nicht vorneweg, sondern musste sich in Imola durch das Feld kämpfen.

Foto: Gruppe C

Es war ein sehr wechselhaftes Wochenende für Rennfahrer Tim Heinemann im italienischen Imola. Schon in den beiden Trainingseinheiten der DTM Trophy am Freitag zeichnete sich ab, dass es für Heinemann im Toyota GR Supra nicht so glatt laufen würde wie beim ersten Rennwochenende am Lausitzring. Im Mai gewann er beide Rennen des Auftaktwochenendes und reiste somit nun als Gesamtführender nach Italien.

Im ersten freien Training landete Heinemann allerdings auf dem vorletzten Platz, später am Tag lief es dann schon etwas besser – der Abstand zur Spitze war trotzdem gewaltig. Für den 24-Jährigen also eine neue Situation vor dem Qualifying zum ersten Rennen.

Dort tat sich Heinemann erneut schwer: Der gebürtige Wegberger beendete die Qualifikationsrunden auf dem 14. Platz, der Franzose Edouard Cauhaupe sicherte sich die Pole Position. Am Lausitzring hatte Heinemann bewiesen, dass er souverän vorneweg fahren kann, jetzt musste er sich im Rennen von hinten nach vorne kämpfen. Aber auch das schien dem 24-Jährigen zu liegen: Heinemann überholte nach dem Start gleich fünf seiner Konkurrenten und schob sich auf den neunten Platz vor.

Durch fehlende Geschwindigkeit auf den Geraden konnte er diese Position allerdings nicht halten und fiel weit nach hinten. Wegen einer zu hohen Getriebetemperatur musste Heinemann das Rennen schließlich vorzeitig beenden – somit endete der erste Renntag ohne Punkte für den Gesamtführenden. Der Niederländer Colin Caresani sammelte die 25 Punkte für den Rennsieg ein.

Am Sonntag fuhr Heinemann dann wieder in den Regionen, in denen er sich wohlfühlt: Möglichst weit vorne. Das Qualifying schloss der Motorsportler vom Toyota Gazoo Racing Germany-Team auf Platz vier ab – die Punkte waren also wieder in Reichweite.

Beinahe wäre sogar der große Coup gelungen: Die drei Fahrzeuge vor seinem Toyota GR Supra behinderten sich beim Start gegenseitig – Heinemann fuhr vorbei und übernahm die Führung, die er einige Zeit verteidigen konnte. Eine Strafe der Rennleitung machte ihm schließlich einen Strich durch die Rechnung. Wegen eines inkorrekten Starts musste er zwei Fahrzeuge passieren lassen. Konkurrent Cauhaupe im Mercedes schob sich gleich mit vorbei. Heinemann, nun auf Platz vier, bekam weiter Druck von hinten, ließ allerdings keinen Konkurrenten mehr vorbeiziehen. Es blieb also bei der Platzierung aus dem Qualifying, der 24-Jährige kam als Vierter ins Ziel und sicherte sich immerhin zwölf Punkte, mit denen er das Wochenende abschloss.

Im Vergleich zu den 57 Punkten vom Lausitzring zu wenig, aber immerhin genug, um noch punktgleich mit Caresani, der auch das zweite Rennen gewann, an der Spitze der Fahrerwertung zu stehen. Das große Ziel, die Rennserie nach 2020 erneut zu gewinnen, ist also definitiv weiterhin möglich. Die Station Imola wird aber wohl nicht als Lieblingsstrecke des Rennfahrers in Erinnerung bleiben.

„Das war ein nicht zufriedenstellendes Wochenende für uns. Trotz aller Bemühungen hatten wir keine Chance, um die vorderen Positionen zu kämpfen“, sagte Heinemann, der angesichts der Umstände mit seiner Punkteausbeute zufrieden sein musste: „Die zwölf Punkte, die wir dank etwas Rennglück im zweiten Rennen aus dem Wochenende retten konnten, waren das absolute Maximum und Schadensbegrenzung.“

Die Möglichkeit, wieder an das erste Rennwochenende anzuknüpfen, bekommt Heinemann vom 1. bis zum 3. Juli am Norisring in Nürnberg. Der 24-Jährige ist zuversichtlich: „Es geht schon in zwei Wochen auf dem Norisring weiter und ich hoffe, dass wir dort wieder vorne mit dabei sind.“

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