DTM am Nürburgring Wieso Tim Heinemann trotz Punkten unzufrieden ist

Motorsport · Tim Heinemann fährt am Nürburgring in der DTM zweimal in die Punkteränge – und ist dennoch unzufrieden. Denn der Wegberger hat sich beim „Heimrennen“ mehr ausgerechnet. Im Regen zeigt er jedoch seine Stärken.

 Tim Heinemann im Porsche des Teams Toksport WRT auf dem Nürburgring. Im Regen zeigte er seine beste Leistung.

Tim Heinemann im Porsche des Teams Toksport WRT auf dem Nürburgring. Im Regen zeigte er seine beste Leistung.

Foto: IMAGO/Pakusch/IMAGO/Thomas Pakusch

Es war für Tim Heinemann in gewisser Weise eine Rückkehr – nämlich die auf seine Heimstrecke, wie der 25-Jährige die Rennstrecke am Nürburgring nennt. In der Vergangenheit waren Erfolge beinahe vorprogrammiert, wenn Heinemann am Nürburgring an den Start ging. In der vergangenen DTM-Trophy-Saison sammelte Heinemann beide Rennsiege in der Eifel ein, erst vor etwas mehr als einer Woche kam der Klassensieg im Bronze-Cup des GT World Challenge Europe Endurance Cup hinzu. „Ich freue mich sehr auf das Wochenende am Nürburgring, denn es ist nicht nur das Heimrennen für mein Team Toksport WRT, sondern auch mein Heimrennen und die Rennstrecke, auf der ich mein erstes Rennen gefahren bin und auch meinen ersten Rennsieg eingefahren habe“, sagte Heinemann vor dem Rennwochenende.

Aus sportlicher Sicht ging es nach den beiden punktlosen Stationen in Zandvoort und am Norisring darum, wieder in die Punkte zu fahren. „Die beiden letzten Rennwochenenden liefen natürlich nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Das haben wir analysiert und sind jetzt am Nürburgring hoffentlich wieder ganz vorne mit dabei“, betonte der 25-Jährige.

Das Wochenende begann für den Fahrer vom Team Toksport WRT allerdings nicht nach Plan. Das Qualifying am Samstag beendete Heinemann auf dem 25. der 28 Plätze. Eine Aufholjagd musste her – und die lieferte der zweimalige DTM-Trophy-Sieger ab: Ganze elf Plätze kämpfte sich Heinemann über das einstündige Rennen nach vorne und fuhr als 14. tatsächlich noch in die Punkte. Zwei Zähler gab es dafür.

Große Freude löste das beim gebürtigen Wegberger aber nicht aus. „Am Samstag konnten wir uns nach einem schwierigen Qualifying zwar um elf Plätze verbessern und mit Platz 14 in die Punkte fahren, das ist aber natürlich kein Ergebnis, welches unseren Ansprüchen entspricht“, sagte Heinemann.

Eigentlich dürfte Regen bei den meisten Rennfahrern eher für Bauchschmerzen sorgen, schließlich bringt die nasse Strecke immer eine gewisse Unsicherheit mit sich. Bei Heinemann sieht das aber komplett anders aus. „Wir hoffen tatsächlich auf Regen, das kommt meinem Fahrstil entgegen. Aber das ist die Eifel – man weiß nie“, sagte der Regenspezialist.

DTM-Fahrer aus Wegberg: Das ist Tim Heinemann
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Im Qualifying zeigte Heinemann dann gleich, wie wohl er sich auf der nassen Strecke fühlt: Der Wegberger führte das Qualifying zunächst an, musste sich auf dem immer trockener werdenden Terrain letztlich aber mit dem neunten Startplatz zufriedengeben.

„Es sieht so aus, dass ich die Reifen schneller auf Temperatur kriege, als andere Autos. Deswegen haben wir gesehen, dass die ersten Runden extrem gut sind bei uns. Ich hoffe, dass wir damit den Unterschied machen können“, erklärte Heinemann beim TV-Format „ran“ vor dem Rennen.

Tatsächlich kam Heinemann im Porsche gut ins Rennen und arbeitete sich wie am Samstag einige Plätze nach vorne, zwischenzeitlich sogar bis auf den zweiten Rang. Nachdem es für die Autos in die Box ging, war das Tempo der Konkurrenz aber zu hoch und Heinemann fiel auf den zwölften Platz zurück, der vier Punkte in der Gesamtwertung bringt. „Platz zwölf war am Ende das Maximum. Zwar konnten wir in beiden Rennen punkten, dennoch überwiegt aktuell die Enttäuschung über das zweite Rennen, denn ich denke, wir hatten hier eine gute Chance auf dem Podium zu stehen“, sagte der Toksport-WRT-Fahrer.

Nach der Hälfte der acht Rennwochenenden liegt Heinemann auf dem elften Platz der Fahrerwertung. Die nächsten Rennen finden in knapp zwei Wochen am Lausitzring statt.  

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