Tim Heinemann in der DTM Kein Glück im „fränkischen Monaco“ am Norisring

DTM · Tim Heinemann bleibt in der DTM am Norisring ohne Punkte: Im ersten Rennen scheidet der Wegberger nach einer Kollision aus, im zweiten ist er zu weit hinten. Nun kommt sein „Heimrennen“ am Nürburgring.

Tim Heinemann in seinem Porsche von Toksport.

Tim Heinemann in seinem Porsche von Toksport.

Foto: Gruppe C Photography

Nach dem starken Start in Oschersleben mit zwei zweiten Plätzen und der Gesamtführung, wurde Rennfahrer Tim Heinemann vor zwei Wochen im niederländischen Zandvoort auf den harten Boden der Tatsachen zurückgeholt – ohne Punkte ging es für den DTM-Piloten nach Hause. Am Norisring sollte es am vergangenen Wochenende nun wieder in die Punkteränge gehen, die seit dieser DTM-Saison schon ab dem 15. Platz anfangen. Genügend Selbstvertrauen dürfte der 25-jährige Porschepilot auf jeden Fall mit nach Nürnberg gebracht haben: Zwischen den beiden DTM-Wochenenden sicherte sich Heinemann den Bronze-Cup-Titel beim 24-Stunden-Rennen in Spa und setzte dazu einen neuen Rundenrekord für das legendäre Langstreckenrennen. Doch mit in die DTM konnte er dieses Erfolgserlebnis nicht transportieren: Heinemann blieb erneut ohne Punkte.

Die spezielle Streckenführung am Norisring kannte Heinemann bereits aus der vorherigen Saison in der DTM Trophy – auch deshalb wusste der Wegberger um die besonderen Tücken der Nürnberger Rundstrecke: „Der Norisring ist eine ganz besondere Strecke und ist das Saisonhighlight der DTM. Im Fahrerlager wird die Strecke auch liebevoll das fränkische Monaco genannt. Die Leitplanken und Betonmauern stehen direkt an der Ideallinie und jeder Fehler wird knallhart bestraft. Erfahrungsgemäß werden es zwei Rennen mit besonders viel Action werden“, sagte Heinemann vor dem Rennen. Action sollte der Fahrer vom Team Toksport WRT im ersten Rennen reichlich bekommen.

Davor holte sich Heinemann im ersten Qualifying Startplatz 13 – angesichts der schwierigen Bedingungen zum Überholen am Norisring waren am Samstag zumindest die unteren Punkteränge in Sicht. Im Verlauf des einstündigen Rennens schien dann auch alles auf eine Top-15-Platzierung des 25-Jährigen hinauszulaufen, der zu diesem Zeitpunkt noch auf Platz fünf der Gesamtwertung lag.

In seinem Porsche führte Heinemann eine Gruppe von Fahrzeugen im Mittelfeld an. Wenige Minuten vor dem Ende machte ein Kontakt mit Konkurrent Laurin Heinrich allerdings einen Strich durch die vermeintlich sichere Punkterechnung von Heinemann. Nach einigen Runden, in denen ein Autoteil am Heck des Porsche – im wahrsten Wortsinn – an der letzten Schraube hing, schickte die Rennleitung Heinemann schließlich in die Box und beendete sein Rennen.

DTM-Fahrer aus Wegberg: Das ist Tim Heinemann
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Das ist Motorsportler Tim Heinemann

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Viel besser wollte es am Sonntag dann zunächst auch nicht laufen. Von Position 19 startete Heinemann in das zweite Rennen am dritten Rennwochenende der DTM-Saison. Im hinteren Feld fuhr der 25-Jährige über weite Strecken ein unauffälliges Rennen, schaffte es aber, sich Stück für Stück nach vorne zu arbeiten. In der Schlussphase war Heinemann auf dem 17. Platz angekommen und hatte sich hinter Teamkollege Christian Engelhart eingereiht. Die Teamchefs trauten Heinemann wohl eher zu, doch noch in die Punkte zu fahren und ordneten an, dass Engelhart seinen Kollegen passieren lassen sollte. Das passierte gut drei Minuten vor dem Ende – der Abstand zum Inder Arjun Maini auf dem 15. Platz war aber zu groß. So schrammten Toksport WRT – und vor allem Heinemann – am Sonntag zum zweiten Mal an diesem Wochenende knapp an den Punkten vorbei.

In der Gesamtwertung belegt DTM-Neuling Heinemann immerhin noch den neunten Platz. Am ersten Augustwochenende macht die DTM am Nürburgring Halt. Die Rennstrecke hatte der 25-Jährige in der Vergangenheit gerne als „Heimstrecke“ betitelt. In der vergangenen DTM Trophy-Saison feierte Heinemann gleich zwei Siege auf dem Rennkurs in der Eifel – beste Voraussetzungen also, um nach vier erfolglosen Anläufen die nächsten Punkte zu sammeln.

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