Lokalsport: Dreßen wird Torwart-Trainer in Jüchen

Lokalsport : Dreßen wird Torwart-Trainer in Jüchen

Der 36-Jährige beendet wohl seine erfolgreiche Spielerkarriere. Die Familie und der Metzger-Beruf haben Vorrang.

Er steht im Tor und nicht dahinter. Jedenfalls war bei Peter Dreßen (36) nur diese Position denkbar, wenn es um Fußball ging. Doch das wird sich nun nach vielen erfolgreichen Jahren zwischen den Pfosten ändern. Positionswechsel: Er wird nun vor, hinter und neben dem Tor stehen, weil er beim Landesligisten VfL Jüchen ab der kommenden Saison als Torwart-Trainer tätig sein wird.

Dreßen 2017 im Giesenkirchener Trikot. Foto: Fupa.net

Jüchens Teammanager Sebastian Muyres ist über diese Verpflichtung überaus erfreut: "Ich denke, dass wir mit Peter Dreßen einen Mann für diese Aufgabe gefunden haben, der unsere Torhüter mit seiner Erfahrung sicherlich in Topform bringen wird", sagt Muyres. Nach seiner schweren Jochbeinverletzung, die er sich Anfang dieser Spielzeit im Tor der Giesenkirchener zugezogen hatte, legte Dreßen eine lange Pause ein. Erst in den vergangenen Wochen stand er noch einige Male für Giesenkirchen zwischen den Pfosten und konnte immer seinen Kasten sauber halten.

"Das hat sicher wieder Freude gemacht, aber ich freue mich auch auf meine neue Aufgabe. Ich denke, dass ich diese Funktion am besten mit meinen beruflichen Verpflichtungen verbinden kann", sagt Dreßen. Beruf und Familie stehen für ihn im Vordergrund. Immerhin ist er als Juniorchef einer Rheydter Metzgerei gefordert. Für ihn geht es nicht nur sportlich, sondern auch beruflich um die Wurst, die ihn, seine Mitarbeiter und seine Familie ernährt.

Mit dem Wechsel als Torwart-Trainer wird er vermutlich seine aktive, beachtliche sportliche Laufbahn endgültig beenden. Frühzeitig entschied er sich, Fußball zu spielen, obwohl er auch als Tennisspieler schon eine gute Figur machte. Zunächst aber wurde der TuS Wickrath zu seiner Heimat. Er wechselte zu Borussia, dann nach Giesenkirchen und verlebte erfolgreiche Jahre im Seniorenbereich beim VfB Korschenbroich.

Trainer Peter Schleuter wollte ihn dann für seine Oberligamannschaft gewinnen, doch Dreßen entschied sich für seine Berufsausbildung, die er nur im Süden der Republik absolvieren konnte. Auch dort machte er beruflich und sportlich seinen Weg. Die Ausbildung schloss er als Fleischermeister und Lebensmitteltechniker ab. Sportlich brachte er es in kurzer Zeit bis in die Oberliga beim SVG Freiberg. Zurück nach Rheydt spielte er dann doch noch einmal für den Spielverein, hatte großen Anteil am Aufstieg des 1. FC Mönchengladbach in die Oberliga und schloss sich dann wieder Giesenkirchen an.

Seinen Spielerpass wird er aber noch nicht zurückgeben: "Den behalte ich noch. Es könnte ja sein, dass ich noch einmal einspringen muss", sagt Dreßen. Dann steht er also vielleicht doch wieder im Tor, was bei ihm immer noch viel Leidenschaft und Freude auslöst.

(RP)
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