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Hockey: Drei Standardtore: Der GHTC verliert in Neuss

Hockey : Drei Standardtore: Der GHTC verliert in Neuss

Der Tabellenletzte der Hockey-Bundesliga musste mit dem 1:3 einen Rückschlag im Kampf um den Klassenverbleib hinnehmen.

Es dauerte bis in die Schlussphase, ehe der Gladbacher HTC endlich seine erste Strafecke zugesprochen bekam. Der Ball verfehlte jedoch sein Ziel, die Niederlage der Gladbacher bei Schwarz-Weiß Neuss war besiegelt. Der Gastgeber hatte das Kellerduell der Bundesliga seinerseits durch drei Standardtore entschieden. Neuss siegte 3:1 (2:1), womit die Gladbacher nun wieder fünf Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz haben.

"Ich finde, dass sich beide Mannschaften auf Augenhöhe begegnet sind. Trotzdem hat Neuss verdient gewonnen, weil es in den entscheidenden Momenten einfach cleverer war", sagte Andreas Bauch. Seit ein paar Wochen gehört er zum Trainerteam des GHTC, auf der Bank nahm er diesmal allerdings nicht Platz. "Ich habe Neuss fünf Jahre trainiert, war bis September dort tätig. Es war für mich schon zu Beginn meines Engagements beim GHTC klar, dass ich bei diesem Spiel nicht direkt an der Seitenlinie stehe", sagte Bauch.

Aus der Distanz sah er zunächst ein umkämpftes Spiel ohne große Höhepunkte. Doch dann ging Neuss innerhalb von vier Minuten 2:0 in Führung. Die erste Strafecke des Gastgebers führte zu einem Siebenmeter, den Gregor Steins verwandelte (16. Minute). Und dann war GHTC-Torwart Lennart Küppers bei Ivo Ottos Abstauber zum 2:0 machtlos, nachdem er zunächst die zweite Neusser Strafecke pariert hatte. Vorige Woche beim Sieg in Berlin hatte Gladbach noch das Glück, dass der Gegner keine seiner 14 Strafecken verwertete, nun wurde das Tabellenschlusslicht kalt erwischt.

"In beiden Fällen waren es 50:50-Entscheidungen des Schiedsrichters. Neuss war aber auch einfach abgebrühter in Schusskreisnähe. Wir haben solche Situationen zu selten heraufbeschworen", monierte Bauch. Trotzdem kam der GHTC noch vor der Pause zum Anschluss, Cornelius Tietze traf mit einem Stecher. Ein Gladbacher Sturmlauf in der zweiten Halbzeit blieb jedoch aus. "Wir sind nicht mehr wirklich gefährlich geworden. So kann man keine Spiele drehen", sagte Bauch. Nur noch ein Treffer fiel: Sebastian Draguhn traf mit einer weiteren Strafecke zum 3:1für Neuss.

"Defensiv stehen wir schon ganz gut, wir haben aus dem Spiel heraus kaum etwas zugelassen. Doch unserem Offensivspiel merkt man an, dass die Mannschaft noch zusammenwachsen muss", sagte Bauch. Für ihn ist klar, dass der Verlust von neun Stammkräften im Sommer nicht in wenigen Monaten kompensiert werden kann. "Ich habe schon vor der Saison gesagt, dass es ein Weltwunder wäre, wenn der GHTC den Klassenverbleib schafft. Und das sage ich auch jetzt noch als Gladbacher Trainer." Als Kapitulation will er dies aber nicht verstanden wissen: "Wir werden auch am kommenden Wochenende wieder alles versuchen zu punkten", sagte Bauch. Dann empfängt der GHTC den Tabellenführer Mannheimer HC und seinen zweiten Abstiegskonkurrenten, Nürnberger HTC.

(togr)