Fußball: DJK/VfL Giesenkirchen: Trainer Töpper schmeißt hin

Fußball : DJK/VfL Giesenkirchen: Trainer Töpper schmeißt hin

Der Letzte der Fußball-Bezirksliga muss einen Neubeginn starten. Der Verein bittet um mehr Geduld – für den Trainer war es zu spät.

Der Letzte der Fußball-Bezirksliga muss einen Neubeginn starten. Der Verein bittet um mehr Geduld — für den Trainer war es zu spät.

Während der Winterpause, kurz vor dem Start ins neue Fußballjahr, hat das Wünschenswerte, das angenehm Überraschende wieder Hochkonjunktur. Realitäten werden dafür allzu gerne in den Gedankenkeller geschickt. Besonders deutlich werden diese Tendenzen augenblicklich beim Fußball-Bezirksligisten Giesenkirchen. Als Tabellenletzter hat man bisher vier Punkte gesammelt. Damit ist klar: Der erste Absteiger hat sich schon gemeldet.

Das ist inzwischen auch den Verantwortlichen deutlich. Doch die Zahl der Funktionäre, vor allem solche, die aktiv an den Geschicken des Vereins mitwirken, ist überschaubar geworden. Kurz vor Weihnachten zog sich Abteilungsleiter Helmut Pellen zurück. Geschäftsführer Heinz Vossen übernahm seine Aufgaben. Mit Thomas Reynders fand der Gesamtverein sogar einen neuen Vorsitzenden: "Im Augenblick kann ich aber nur die Lage sondieren und mich um weitere Mitarbeiter bemühen. Das geschieht, aber zaubern kann ich auch nicht. Es ist noch Geduld gefordert."

Die scheint Trainer Wolfgang Töpper auszugehen. Bisher hatte er fast allein den sportlichen Niedergang des Clubs aufzuhalten. Das machte er tapfer, hielt überraschend noch die Bezirksliga mit einem kurzfristig zusammengewürfelten Haufen. Für diese Saison stehen ihm nur Kicker zur Verfügung, um die sich andere Vereine nicht vehement bemühen. "Da fehlt oft die Einstellung. Vor allem verstehe ich nicht, dass ich beim Training unerwartet zunächst mit vier, einen Tag später nur mit drei Spielern arbeiten konnte", sagt der Trainer frustriert. "Ich bemühe mich um neue Spieler. Leicht ist das aber nicht. Wir haben in der vorigen Saison den Fehler gemacht, nicht in die Kreisliga zurückzugehen", gibt Heinz Vossen zu.

Dennoch will er im Augenblick diesen Schritt noch nicht gehen. Unsicher ist auch Thomas Reynders: "Ich möchte die Personen, die bisher in der Fußballabteilung gearbeitet haben, nicht vor die Tür setzen. Inzwischen haben wir aber auch Personen gefunden, die mit uns einen Neubeginn starten wollen. Wichtig ist, dass wir den Neustart so schnell, aber auch so gelassen wie nötig auf die Beine stellen."

Dazu wollte eigentlich auch Trainer Wolfgang Töpper einen Beitrag leisten, indem er die Saison mit einer engagierten Mannschaft zu Ende spielt: "Ich hatte mir vorgenommen, nach einer guten Vorbereitung den einen oder anderen Gegner ein wenig zu ärgern, so dass wir uns erhobenen Hauptes aus der Liga verabschieden können." Töpper hat die Realität inzwischen erkannt und zieht Konsequenzen: "Ich höre auf. Das hat so keinen Zweck."

(RP/rl)
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