Die Sportfreunde haben in der Kreisliga A Mönchengladbach überzeugt

Fußball : Neuwerks Torhunger gipfelt im Aufstieg

Nach drei Jahre Kreisliga A am Stück kehrt Neuwerk als Meister nun in die Bezirksliga zurück. Wie ist die Saison gelaufen? Ist Neuwerk verdient Meister geworden und warum? Eine Analyse gibt einen kleinen Überblick und zeigt auch die Chancen auf, dass der Klub die Kreisliga für einige Jahre meiden könnte.

Eigentlich hätte Neuwerk auch im Vorjahr aufsteigen können, doch am Ende fehlte ein Punkt auf Kleinenbroich, das stattdessen das erstes Bezirksligajahr mit einem einstelligen Tabellenplatz erfolgreich gestaltete. Im Vergleich zum Vorjahr, als die Sportfreunde sich kontinuierlich von Platz zehn bis auf Rang drei vorgearbeitet hatten, verlief die abgelaufene Saison wesentlich besser. Der vierte Rang gleich zum Auftakt war die schlechteste Platzierung Neuwerks in dieser Spielzeit, ansonsten notierten die Sportfreunde immer unter den Top Drei.

Nur eine einzige Niederlage leistete sich das Team, und die passierte ausgerechnet gegen Absteiger Hockstein. Nur fünf Mannschaften schafften es, immerhin ein Unentschieden gegen den Meister zu holen. Gleich 22 der insgesamt 28 absolvierten Spiele gingen zugunsten der Sportfreunde aus, die insgesamt mit 102 erzielten Toren auch den Bestwert stellen. Aber auch die 23 Gegentore können sich sehen lassen, denn Hardt als Zweitbester hat mit 42 Gegentoren fast doppelt so viele kassiert. Zwar gewann Neuwerk kein Spiel zweistellig, aber dreimal innerhalb einer Spielzeit mit 9:1 zu gewinnen schafft auch nicht jeder. In Christopher Hermes (Zweiter der Torschützenliste mit 24 Treffern), Jens Lennartz (6./18) und Konrad Sommer (13./12) notieren gleich drei Spieler der Sportfreunde unter den ersten 15 der torgefährlichsten Stürmer der Liga.

Für die kommende Saison in der Bezirksliga hofft Peter Surujun, Sportlicher Leiter der Sportfreunde, auf eine entspannte Spielzeit ohne Angst, wieder abzusteigen: „So wie die Kleinenbroicher, die ja vor uns aufgestiegen sind und nie einen direkten Abstiegsplatz belegten, würden wir auch gerne eine positive Saisonbilanz ziehen“, sagt er. Zwar stehen in Miguel Werner (nach Rheindahlen) und Tim Güth (Waldniel) zwei Abgänge fest, aber in Torhüter Marvin Spinnrath (Hockstein) und Fabian Bohlen (Rheydter SV) auch zwei Neuzugänge. Mit zwei weiteren Spielern wird derzeit noch verhandelt. Namen wollte Surujun allerdings nicht preisgeben.

Es gibt gewisse Parallelen zu Giesenkirchen, das bekanntermaßen jetzt den Aufstieg in die Landesliga geschafft hat. Ein Trainerduo, bestes Defensivverhalten und vorne viele Tore erzielen – das sind derzeit anscheinend die wichtigsten Faktoren für eine erfolgreiche Spielzeit. Wobei anzumerken sei, dass Neuwerk mit der Verpflichtung von Michele Fasanelli, der sich mit Michael „Perry“ Haag auch erst auf einen gemeinsamen Nenner bringen muss, durch seine Erfahrung als Oberliga- und Landesligaspieler für neue Ansätze sorgen könnte. Zumindest Surujun freut sich auf die zahlreichen Derbys, zu denen auch die beiden Viersener Vertreter zu zählen sind, da der Hohe Busch nur wenige Kilometer entfernt liegt.

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