Handball : Die nächste historische Chance

Wie weit geht's noch hoch? Zweitligist TV Korschenbroich kann bei einem Sieg am Samstag gegen Eisenach mindestens für kurze Zeit auf einen Aufstiegsplatz klettern. Das würde Landesligist Lürrip auch liebend gerne.

Mitten in der Nacht um halb vier kletterten sie aus dem neuen, eigenen Mannschaftsbus. Die Spieler des TV Korschenbroich kehrten zurück vom ermüdenden 36:35-Sieg in Bietigheim, einem Kampfspiel, dass der Mannschaft wie die weite Reise mitten in der Woche in den Knochen steckte.

Gelohnt hat es sich immerhin, denn der Zweitligist baute seine Serie auf 13:1 Punkte in Folge aus. "So etwas war nicht zu erwarten", sagt Trainer Khalid Khan, der mit seiner Mannschaft im Moment ziemlich zufrieden sein kann. Dennoch warnt er vor dem heutigen Gegner ThSV Eisenach (Anwurf 19.30 Uhr, Waldsporthalle): "Zu was die in der Lage sind, hat man gegen Friesenheim gesehen."

Am vergangenen Wochenende gewann Eisenach gegen den Tabellenzweiten Friesenheim, was dem TVK heute die nächste historische Chance bietet: Bei einem Sieg klettert der TVK auf den zweiten Platz, auch wenn Friesenheim zwei Spiele weniger hat.

Damit es gegen die international besetzte Mannschaft aus Thüringen klappt, gab Khan am Donnerstag trainingsfrei und begann mit der Vorbereitung auf das Spiel erst gestern Abend. "Wir müssen wieder Geschwindigkeit aufbauen", fordert Khan. Sonst werde es schwer.

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Freuen dürfte ihn, dass er vom Sportchef Klaus Hintzen zwei Verstärkungen zugesagt bekommen hat. Khan hielt sich zu diesem Thema gestern bedeckt, sagte nur, er habe einige Ideen. Noch hat er der Geschäftsführung allerdings keinen Vorschlag unterbreitet.

In der Landesliga läuft es derzeit richtig rund bei der Turnerschaft Lürrip. Bei acht Siegen in acht Spielen — dem besten Lürriper Saisonstart bisher — ist man normalerweise auch Tabellenführer. Nur schaffte das auch die Reserve des TV Korschenbroich.

Und damit beginnt das Problem: Der TVK spielte bislang derart überzeugend, dass Lürrip im direkten Vergleich, der erst im Januar ansteht, nicht unbedingt Favorit ist. Und so geht es bereits seit Jahren, seitdem die Turnerschaft aus der Bezirksliga in die Landesliga aufgestiegen ist: Immer gab es eine Top-Mannschaft, die einen Tick besser war. Heute muss sich Lürrip beim SV Straelen beweisen (Anwurf 19.30 Uhr). Trainer Lubomir Cutura kann auf seine eingespielte Formation zurückgreifen. "Ein Selbstläufer wird das aber sicher nicht", warnt Cutura.

(RP)