Die Mönchengladbacherin holt ihren ersten Speerwurf-EM-Titel

Leichtathletik: Hombach siegt mit Jahresbestweite

Bei der EM der Transplantierten gibt es insgesamt vier Medaillen für die 46-jährige Leichtathletin – drei silberne und eine goldene.

Claudia Hombach von der LG Mönchengladbach hat eine Goldmedaille und drei Silbermedaillen bei den 10. European Transplant and Dialysis Sports Championships in der Inselhauptstadt Cagliari auf Sardinien geholt. Bei den einwöchigen Titelkämpfen, die alle zwei Jahre stattfinden, starteten Transplantierte und Dialysepatienten aus 25 Ländern in unterschiedlichen Sportarten wie Badminton, Darts, Bogenschießen, Golf oder Bowling sowie in den Hauptsportarten Schwimmen, Tennis, Tischtennis, Radrennen und Leichtathletik.

Claudia Hombach begann in der Leichtathletik direkt mit ihrer Paradedisziplin Speerwurf. Mit 24,33 Metern (Jahresbestweite) setzte sich die 46-Jährige gegen die Konkurrenz durch und sicherte sich so zum ersten Mal den Europameistertitel in dieser Disziplin. Im Diskuswurf, der für die AK45-Sportlerin international ein Debüt darstellte, reichte eine Weite von 15,85 Metern für die Silbermedaille gegen starke Konkurrentinnen aus Polen und Österreich.

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Tags darauf im Kugelstoßen verdrängte sie mit dem letzten Versuch und einer soliden Weite von 7,11 noch eine finnische Athletin von Platz zwei. Im Wurfball musste sie auf den ersten Versuch verzichten, da der Wettbewerb im Kugelstoßen noch nicht beendet war. Mit den zwei übrigen Versuchen und einer Weite von 33,24 freute sie sich auch hier am Ende über eine Silbermedaille. „Ich bin sehr glücklich über diese Erfolge. Gerade im Speerwurf habe ich wieder an meiner Bestleistung aus dem Vorjahr angeknüft und bin mir sicher, dass hier in der Zukunft noch mehr drin ist“, sagte Hombach. Sie dankte ihren beiden Trainingskollegen vom Grenzlandstadion für die vielen hilfreichen Tipps und Trainingseinheiten sowie ihrer Familie und Freunden: „Ohne deren Unterstützung und Zuspruch hätte ich das so nicht geschafft.“

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