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Die Finals: Schwimmer der SG Mönchengladbach starten in Berlin​

Großevent aus Berlin wird im Fernsehen übertragen : Schwimmer der SG Mönchengladbach starten bei den Finals

Am Donnerstag starten „Die Finals“ in Berlin, bei denen mehrere Sportarten ihre Deutschen Meister ermitteln. Auch die SG Mönchengladbach ist mit fünf Schwimmern dabei – und hofft auf ein Top-Ergebnis in der Staffel. Zuletzt gab es für den Verein auch Erfolge im Mehrkampf. 

Das Wochenende hat bei Dieter Sofka Vorfreude auf die Zukunft ausgelöst. Beim Schwimm-Mehrkampf in Dresden, der deutschen Meisterschaft für die elf- und zwölfjährigen, war die SG Mönchengladbach gleich mit fünf Teilnehmern am Start – die beste Quote seit Jahren. Und mit Eric Nickel gab es sogar eine Medaille: Der Elfjährige belegte in der Disziplin Freistil nach fünf Wettbewerben in seinem Jahrgang den dritten Platz.

 Konrad Gabler, Eric Nickel, Nikolai Koop, Calla Berner, Justus Bodenburg (v.l.) überzeugten zuletzt beim Schwimm-Mehrkampf.
Konrad Gabler, Eric Nickel, Nikolai Koop, Calla Berner, Justus Bodenburg (v.l.) überzeugten zuletzt beim Schwimm-Mehrkampf. Foto: SG Mönchengladbach

„Die Bronzemedaille ist grandios. Das ist für ihn sein bislang größter Erfolg“, sagt Sofka. Trainiert wird Nickel bei der SG in der zweiten Mannschaft von Thorsten Polensky, die weiteren Schwimmer wurden von Oxana Volk und Cordula Berner begleitet. Knapp an einer weiteren Medaille schwamm Calla Berner vorbei, die bei den Brustschwimmerinnen in ihrem Jahrgang Rang vier erreichte. „Der vierte Platz ist undankbar. Sie war allerdings auch nicht topfit, in ihren Vorkämpfen war sie punktemäßig besser“, sagt Sofka.

Außerdem waren Nikolai Koop, Justus Bodenburg und Konrad Gabler für die SG in Dresden dabei. „Es ist schön zu sehen, dass in allen Mannschaften gut gearbeitet wird. Das ist eine langfristige Entwicklung, die weiter oben irgendwann Früchte tragen kann“, sagt Sofka. Vielleicht dann auch auf großer Bühne, beispielsweise den Deutschen Meisterschaften der Senioren.

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Diese finden in dieser Woche als Teil eines Großevents in Berlin statt, bei dem vom 23. bis 26. Juni die Deutschen Meisterschaften in 14 verschiedenen Sportarten ausgetragen werden – darunter Fechten, Kanu, Rudern, Geräteturnen, Bogensport, Leichtathletik und eben Schwimmen. Das Ganze läuft unter dem Slogan „Die Finals“ und umfasst neun Sportstätten und 190 Entscheidungen. ARD und ZDF übertragen 25 Stunden live im Fernsehen, dazu 70 Stunden in der Mediathek als Livestream. „Es ist wie eine Mini-Olympiade“, sagt Sofka. „Für uns ist das ein Riesenevent, auch wenn wir vom Trubel wenig mitbekommen werden, weil die Sportstätten weit in Berlin verteilt sind. Es ist trotzdem eine großartige Sache.“ Erstmals fand das Großereignis für die Deutschen Meisterschaften 2019 statt, 2020 wurde es abgesagt, 2021 wieder ausgetragen.

Am Mittwoch machte sich der Tross der SG Mönchengladbach auf den Weg nach Berlin. Mit fünf Akteuren ist der Verein in den Schwimmwettbewerben vertreten – im Vorjahr reiste die SG einzig mit Nina Holt zu den Meisterschaften in die Landeshauptstadt. „Für einen Verein, der kein Stützpunkt ist, ist das schon ein tolles Ergebnis“, sagt Sofka zu der Teilnehmerzahl. Die ersten Wettbewerbe starten am Donnerstag, dann nimmt das Quartett Alice Bianca Wettel, Jenny Balzer, Lisa Volk und Nina Holt die Lagen-Staffel über die 4x100 Meter in Angriff. „Da wollen wir unter die Top sechs kommen. Das habe ich auch klar als Ziel ausgegeben, dazu haben wir das Zeug“, sagt Sofka. In den Einzelwettbewerben starten die SG-Schwimmer ab Freitag.

Top-Schwimmerin Holt nimmt die 50 und 200 Meter Freistil in Angriff, dazu die 100 Meter Rücken. „Nina steckt mitten in der Vorbereitung auf die World Games, da müssen wir womöglich Abstriche machen“, sagt Sofka. Die World Games finden vom 7. bis zum 17. Juli im amerikanischen Birmingham statt. Die Erkelenzerin Holt nimmt dort in der Disziplin Rettungssport teil. Hoffnung auf eine Finalteilnahme macht sich Sofka bei Adrian Bierewitz, der über 50 und 100 Meter Rücken an den Start geht. „Er hat zuletzt oft Pech gehabt und das A-Finale verpasst. Es wird ein schwieriges Unterfangen, er müsste deutlich Bestzeit schwimmen. Für ihn wäre es aber ein Highlight“, sagt Sofka.

Außerdem sind Alice Bianca Wettel bei 50, 100 und 200 Meter Rücken und Jenny Balzer bei 100 und 200 Meter Brust in den Einzelwettbewerben dabei. Bei ihnen geht es vordergründig um Bestzeiten, sagt Sofka. Lisa Volk tritt nur in der Staffel an – und ist ohnehin erstmals in einem Wettbewerb im Berliner Europasportpark dabei, in dem jedes Jahr auch die Deutschen Jahrgangsmeisterschaften ausgetragen werden. „Wer es in diese Halle schafft, hat schon etwas erreicht. Es ist eine ehrwürdige Halle, in der schon viele Weltrekorde gefallen sind“, sagt Sofka. Das ist zwar nicht der Maßstab der SG, ein Höhepunkt sind die Tage in Berlin dennoch.