Die Damen des Gladbacher HTC sind Niederrheinmeister

Tennis : GHTC-Damen schaffen vorzeitig den Sprung in die Regionalliga

Nach dem 5:4 beim TC Rheinstadion ist dem ungeschlagenen Niederrheinmeister der Titel nicht mehr zu nehmen. Das Ursprungsziel lautete Klassenerhalt, nun geht es in die Regionalliga. Das muss noch nicht das Ende sein.

Einen Spieltag vor Saisonende haben die Damen des Gladbacher HTC ihr Meisterstück in der Niederrheinliga gemacht. Durch einen 5:4-Sieg beim TC Rheinstadion ist das Team mit 6:0 Punkten bereits Niederrheinmeister und steigt in die Regionalliga auf. Das freut vor allem Teamchef Henrik Schmidt. „Die Damen schweben auf Wolke 19. Das Saisonziel war Klassenerhalt, und sie haben gehofft, dass es ein bisschen mehr wird. Aber die haben echt eine super Saison gespielt und sind zu Recht aufgestiegen“, sagt er.

Insbesondere freut den Teamchef, dass sich in Isabel van Lent ein Eigengewächs zur Stammspielerin gemausert hat. Die 15-Jährige hatte drei Einsätze, einen weiteren verhinderte eine Erkältung. Zudem hebt Schmidt hervor: „Das ist eine total harmonische Truppe. Das sieht man auch an der WhatsApp-Gruppe der Mädels, die birst aus allen Ecken. Was da drinsteht, kann man gar nicht alles erzählen“, sagt Schmidt lachend und ergänzt: „Die Spielerinnen sind seit Jahren im Verein, und in Isabel und Evelyn Altmaier haben wir noch zwei richtig gute Nachwuchsspielerinnen, so dass wir auch in Zukunft viel Spaß an der Mannschaft haben werden.“

Wie hoch das Team noch kommen kann, bleibt abzuwarten. Theoretisch denkbar wäre irgendwann ein Aufstieg in die Bundesliga, allerdings schränkt Schmidt ein: „Wir haben im Tennis eine Grundsatz-Entscheidung getroffen: Wir möchten ein Aushängeschild haben, in dem auch bezahlte Profis aktiv sind. Da haben wir die Bundesliga-Herren. Alle anderen Mannschaften sollen aus Spielern aus der Region gebildet werden, die auch zwölf Monate im Jahr am Klubleben teilhaben. Bei den Damen unterstützen wir alles, solange sie schwerpunktmäßig Spielerinnen aus der Region haben. In der Theorie: Wenn sie Deutscher Meister werden mit Spielerinnen aus der Region, unterstützen wir das und bezahlen das auch. Aber wir wollen nur maximal eine Mannschaft im Tennis mit auswärtigen Spielern bestücken.“ Als neuer Regionalligist sind die GHTC-Damen der Theorie aber praktisch einen Schritt nähergekommen.

Niederrheinliga, Damen: TC Rheinstadion - Gladbacher HTC 4:5 (3:3). Einzel: Kalyuzhnaya - Gimbrère 2:6, 5:7; Jacob - Luboldt 0:6, 0:6 kampflos; Mertens - So. Moradian 6:4, 0:6, 10:8; Bläsche - L. de Jong 4:6, 0:6; van Rossum - van Bommel 6:2, 6:4; Krieger - van Lent 6:3, 6:2. Doppel: Kalyuzhnaya/van Rossum - Gimbrère/So. Moradian 1:6, 6:7; Jacob/Kaiser - Luboldt/van Bommel 0:6, 0:6 kampflos; Bläsche/Krieger - de Jong/van Lent 4:6, 6:1, 10:7.

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