Lokalsport: Die Bezirksliga diskutiert über die Absage des FC II

Lokalsport : Die Bezirksliga diskutiert über die Absage des FC II

Als gestern die Spiele in der Bezirksliga angepfiffen wurden, war keine Mönchengladbacher Mannschaft beteiligt. Spätestens am Samstag hatten alle ihre Pflichtaufgaben des vorletzten Spieltags erledigt. Bereits am Freitag hatte Giesenkirchen überraschend das Derby bei Victoria Mennrath mit 3:2 gewonnen. Gesprächsthema wie auch dann einen Tag später in Lürrip und beim Rheydter Spielverein war die Spielabsage des 1. FC Mönchengladbach, dessen Reserve beim Tabellenzweiten Holzheim antreten sollte, aber nicht wollte, weil das Personal fehlte. Es fand sich weder bei den Verantwortlichen der Vereine noch bei den Zuschauern ein Vertreter, der für diese Maßnahme Verständnis hatte. Vielmehr wurde das Verhalten des FC als Wettbewerbsverzerrung erachtet. Allerdings wollte der FC nach eigener Aussage das auf jeden Fall vermeiden. Nach den Ergebnissen des heutigen Spieltags dürfte aber klar sein, dass St. Tönis als Meister direkt in die Landesliga aufsteigen wird und Holzheim in die Relegation muss, um mit einem Sieg noch in die Landesliga nachzurücken.

Über diese Diskussion wurde fast vergessen, dass sich der Rheydter Spielverein am Samstag noch einmal von seiner besten Seite gegen Gnadental zeigte. Beim 9:1-Sieg hatten die Gäste bereits nach 25 Minute kaum noch Gegenwehr geleistet, zu überlegen spielte der RSV. "Die Jungs haben endlich gezeigt, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben", sagte Trainer René Schnitzler. Er freute sich besonder über Samed Korkmaz, der mit vier Toren seine Klasse nachdrücklich unter Beweis stellte. Ebenfalls viermal traf Ferdi Berberoglu. Schließlich durfte sich auch noch Nikola Kalchev über ein Tor freuen.

Dagegen herrschte beim SV Lürrip sportliche Tristesse. Mit 1:6 ging die Mannschaft von Trainer Bekim Kastrati gegen die SG Kaarst unter. Das 0:1 in der zweiten Minute warf die Gastgeber noch nicht um. Nach der Pause versuchte Lürrip die Wende, doch die Gäste erwiesen sich als zu clever und nutzten jede Chance. Nur Sascha Büttgenbach traf noch für die Gastgeber, die dem 73-jährigen Torwarttrainer Hartmut Schürings mit seiner Einwechslung ein Abschiedsgeschenk machten.

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