Die Amateure empfinden Spiele unter der Woche beim Saisonanfang als Unding

Fußball : Landesligisten sehen Englische Wochen zum Start kritisch

Odenkirchen, 1. FC und Jüchen müssen am Saisonanfang zweimal in Folge unter der Woche ran. Da werden einige Akteure fehlen.

Die SpVg. Odenkirchen hat das Vorbereitungsspiel gegen die DJK/VfL Giesenkirchen 3:1 gewonnen. Die Tore für den Landesligisten erzielten Pascal Moseler (8. Minute) und nach dem Seitenwechsel Marcel Pohl und Semih Cakir. Kurz vor der Pause hatte Maik Rütten den Ausgleich für den Bezirksligisten erzielt.

Das Ergebnis war für Odenkirchens Trainer Kemal Kuc nebensächlich. „Meine Mannschaft hat sich gut bewegt und taktisch diszipliniert gespielt“, sagte Kuc. „Mit der Leistung bin ich nach der zweiwöchigen Vorbereitung sehr zufrieden.“ Dabei stand ihm wegen Urlaub und kleinerer Verletzungen nicht der gesamte Kader zur Verfügung. Sechs Spieler mit Stammelf-Potenzial fehlten.

Odenkirchen hat schon hart gearbeitet, was angesichts des kompakten Auftaktprogramms in der Landesliga auch notwendig sein wird. Kuc ist sich mit seinen Kollegen Benni Weeks (1. FC Mönchengladbach) und Michele Fasanelli vom VfL Jüchen-Garzweiler einig, in der Beurteilung des Spielplans. „Im Amateurfußball ist es ein Unding, zu Saisonbeginn gleich zwei Englische Spielwochen anzusetzen.“ Weil es in der Auf- und Abstiegsregelung unklare Bestimmungen gab, spielt die Gruppe 1 der Landesliga mit 19 Teams. Um da pünktlich die Saison beenden zu können, müssen Spiele in der Woche stattfinden. Warum zum Start gleich fünf Spiele in 14 Tagen angesetzt werden, bleibt das Geheimnis der Staffelleitung.

Für den 1. FC geht es dann nach dem Auftakt gleich weiter mit den Englischen Spielwochen. Im Kreispokal steht mittwochs eine schwierige Aufgabe beim TDFV Viersen, der in der Bezirksliga spielt, auf dem Programm. „Die Spieler haben in der frühen Saisonphase noch einen Trainingsrückstand“, sagt Weeks. „Wir laufen daher Gefahr, dass sich Spieler bei dieser hohen Belastung verletzen könnten.“ Ähnlich sieht es Fasanelli, der auch darauf hinweist, dass durch Urlaub und Arbeitsbelastung möglicherweise nicht alle Akteure für die Spiele innerhalb der Woche zur Verfügung stehen können.

Immerhin bleiben der FC und Jüchen-Garzweiler von Auswärtsfahrten in der Woche verschont. Nur Odenkirchen muss jeweils zum DSC 99 Düsseldorf und Rather SV reisen. Alle drei Trainer setzen darauf, dass ihr Kader breit genug ist, um die Belastung stemmen zu können. „Letztlich müssen wir die Situation so annehmen wie sie ist“, sagt Fasanelli. „Jede Mannschaft wird ihre Probleme haben, immer die besten Spieler aufzubieten. Das wird sicherlich auch zu überraschenden Ergebnissen führen“, ergänzt er. Für sein Team hofft Fasanelli auf einen guten Start mit möglichst vielen Punkten. In der vergangenen Saison ist Jüchen-Garzweiler mit sieben Punkten aus drei Spielen gestartet, was am Ende wegweisend für den weiteren Saisonverlauf war.