Handball: Die Ära Cutura ist zu Ende

Handball : Die Ära Cutura ist zu Ende

Aus der Ferne will Zoran Cutura der Mannschaft weiterhin die Daumen drücken. An der Seitenlinie wird er jedoch nicht mehr stehen. Borussia und der Trainer haben sich getrennt - einvernehmlich.

"Das Verhältnis zwischen Borussia und mir war immer gut. Und auch das Gespräch, in dem die Entscheidung gefallen ist, war friedlich", erzählt Cutura. Auch Borussias Mannschaftsbetreuer und Zweiter Vorsitzender der Handballabteilung, Bodo Grewe, sagt: "Wir haben gemeinsam analysiert, wie die letzten Wochen gelaufen sind und sind dann in beidseitigem Einvernehmen zu dieser Entscheidung gekommen."

Wie von seinen Spielanalysen gewohnt, zeigt sich der scheidende Trainer auch in dieser Situation selbstkritisch. Er habe die Mannschaft nicht mehr erreichen und motivieren können. So habe er, genau wie die Mannschaft und der Vorstand schon vor Weihnachten gespürt, dass sich etwas ändern müsse. Mit einer 30:38-Pleite bei den Bergischen Panthern im Rücken war die Borussia in die Winterpause gegangen. Zudem schmerzten, das hatte Cutura kürzlich noch gesagt, die Hinspiel-Niederlagen in Lobberich und gegen Langenfeld. In der vergangenen Woche, zum Auftakt der Rückrunde gab es dann eine erneute Pleite gegen den TV Lobberich. Der Entschluss stand fest: Die Zeit Cuturas bei der Borussias ist vorbei.

Damit endet auch eine kleine Ära. Schließlich war es bereits die achte Spielzeit, in der Cutura die Borussen coachte. Zuvor war er schon siebe Jahre als Spieler für den Verein aktiv gewesen. "Es war eine schöne Zeit bei Borussia, aber man muss auch wissen, wann genug ist", sagt Cutura, der nun zunächst sportlich eine Pause einlegen möchte.

Ohne Pause geht es für die VfL-Akteure derweil am Samstag (19.30 Uhr) weiter. Eine Feuerprobe erwartet sie. Das Heimspiel gegen die Adler Königshof - den punktgleichen Tabellenverfolger. Und mit einer weiteren Niederlage würde die Erfüllung des Traums von der Meisterschaft in die (noch weitere) Ferne rücken. "Natürlich sind die Chancen gering, weil wir schon sechs Punkte Abstand auf Tabellenführer Aldekerk haben. Trotzdem sollte man daran glauben. Wenn man das nicht tun würde, dann bräuchte man die letzten zwölf Spiele der Saison gar nicht mehr machen", sagt Grewe.

Zur Feuerprobe wird das Duell insbesondere für Tobias Elis. Er wird bis auf Weiteres das Coaching seiner Mannschaft als Spielertrainer übernehmen. "Ich halte ihn für absolut fähig, diese Aufgabe zu übernehmen. Wie es auf lange Sicht weitergeht, darüber werden wir uns in Absprache mit Tobi unsere Gedanken machen", sagt Grewe.

(rost)
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