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Hockey: Deutschland patzt erneut - Niederlande holt den Titel

Hockey : Deutschland patzt erneut - Niederlande holt den Titel

Schwache U21-Damen verlieren das Spiel um Platz neun mit 1:2. Die Niederländerinnen setzen sich nach einem 4:2-Sieg die Krone auf.

Bereits mit der Schlusssirene senkten sich die Köpfe. Die Enttäuschung ließ sich nicht mehr verbergen. Manch eine Spielerin der deutschen U21-Auswahl hatte nach dem letzten Auftritt bei der Weltmeisterschaft im Hockeypark mit den Tränen zu kämpfen — zu groß war die Frustration über die schwache Leistung im Spiel um Platz neun gegen Neuseeland. An die gute Leistung vom Freitagsspiel gegen Korea konnte nach der bitteren 1:2-Abschluss-Niederlage somit nicht angeknüpft werden.

"Wir wollten hier heute einen guten Abschluss bieten. Das ist uns nicht gelungen", sagte die sichtlich enttäuschte Kapitänin Rebecca Grote. Auch bei einem Sieg wäre die Freude jedoch nicht allzugroß gewesen — hinkte man doch während des gesamten Turniers den eigenen Erwartungen hinterher. "Ob Platz neun oder zehn ist im Endeffekt egal. Die gesamte Leistung hat einfach nicht gestimmt. Dabei wollten wir hier eigentlich beweisen, dass wir ins Halbfinale gehören", so Deutschlands Nummer 17, die zwischenzeitlich noch dafür sorgte, dass ein wenig Hoffnung aufkeimte.

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Nach Toren von Michaela Curtis aus dem Spiel heraus (6.) und Erin Goads nach Strafecke (37.) führte Neuseeland bereits mit 2:0. Grotes sehenswerter Anschlusstreffer nach schöner Vorarbeit von Marilena Krauß war im Endeffekt nur Ergebniskosmetik. "In den nächsten Tagen muss das Turnier aufgearbeitet werden. Wir müssen jetzt analysieren, woran es lag", sagte Sarah Sprink, die sich nicht sonderlich über ihr 75. Länderspiel freuen konnte.

Der zehnte Platz der deutschen Damen trübte die Freude bei den Verantwortlichen über ein gelungenes Turnier jedoch nicht. Torsten Bartel, Vorstandssprecher des DHB, zeigte sich zufrieden mit der Umsetzung des Turniers im Gladbacher Hockeypark. "Wir konnten durchschnittlich 1000 Besucher pro Turniertag verzeichnen — das ist ein guter Schnitt, auch wenn das durch die Stadionkapazität ein wenig verloren geht", so der 42-Jährige. Von allen Seiten habe es Lob für die Organisation und den Austragungsort gegeben: "Wir profitieren hier sehr von der guten Infrastruktur des Parks." Bewusst habe man die Eintrittspreise human gehalten, um auch neugierige Zuschauer aus der Umgebung zu gewinnen. "Man weiß ja, dass Mönchengladbach eine Hockey-Hochburg ist. Das hat man nun noch einmal unterstrichen", sagte auch Rebecca Grote anerkennend.

Wahrscheinlich blickte sie ein wenig wehmütig hinüber auf Platz eins, auf dem der Titel zwischen den Niederlanden und Argentinien ausgespielt wurde. Dort musste nach einem 1:1 der Weltmeister im Penaltyschießen erzielt werden. Lange führten die "Jong Oranjes" durch ein Tor von Lieke van Wijk (32.), ehe Jimena Cedres vier Minuten vor Schluss per Eckenstecher ausglich. Doch das Aufbäumen der Argentinierinnen blieb unbelohnt: 4:2 hieß es am Ende für die Niederlande. Im Spiel um Platz drei sorgte Indien für eine Überraschung und setzte sich mit 3:2 gegen England durch — ebenfalls im Penaltyschießen.

(jasi)