Lokalsport: Derby-Pleite stürzt TVK ans Tabellenende

Lokalsport: Derby-Pleite stürzt TVK ans Tabellenende

Nur 25 Minuten halten die Korschenbroicher gegen Krefeld mit, am Ende verlieren sie 19:31 und sind nun Letzter.

Die Gefühlswelt von Ronny Rogawska muss am Samstagabend recht durcheinander gewesen sein. Auf der einen Seite ärgerte den Trainer des TV Korschenbroich natürlich die deutliche 19:31 (10:14)-Abfuhr im Derby gegen die HSG Krefeld, auf der anderen Seite dürfte er sich aber auch ein wenig auf die neue Saison gefreut haben, wenn er die hochveranlagte Krefelder Mannschaft übernimmt. Die schenkte ihrem neuen Coach naturgemäß nichts, bester Torschütze des Abends wurde der ehemalige TVK-Kapitän Max Zimmermann, der elfmal für die HSG einnetzte - zehnmal aus dem Spiel heraus, einmal per Siebenmeter. "Das spricht für die Klasse der Krefelder insgesamt", sagte Rogawska. "Die haben nicht nur ein, zwei Spieler, die du im Griff haben musst, sondern ganz viele."

Ihnen begegnete der TVK zunächst mit offensiveren Deckungsformationen, und sowohl die 5:1- als auch die 4:2-Abwehr funktionierte in der Anfangsphase recht gut - bis zum 8:10 in der 25. Minute konnten die Hausherren in der Waldsporthalle "ein bisschen dagegenhalten", wie ihr Trainer es nannte. Dabei blieb es aber nicht. "Wir haben dann leider zu früh Fehlentscheidungen im Angriff getroffen, die die Krefelder bestraft haben. So haben sie sich bis zur Pause auf 14:10 abgesetzt und in der zweiten Halbzeit ihre individuelle Klasse ausgespielt und unsere Fehler ausgenutzt", sagte Rogawska, der zwar fand, es hätte ein bisschen enger zugehen können, aber auch von einem "normalen Ergebnis" sprach.

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Normal wäre inzwischen wohl auch der Abstieg des TVK am Saisonende, die zuletzt gezeigten Leistungen waren einfach zu wenig für die Liga. Zumal die Korschenbroicher inzwischen auf den letzten Platz abgerutscht sind, da das bisherige Schlusslicht ATSV Habenhausen mit einem 29:25-Sieg über den Drittletzten HSG Lemgo II an ihnen vorbeizog. So beschönigte der scheidende Sportliche Leiter des TVK, Kai Faltin, die Situation auch überhaupt nicht: "Man kann sicherlich mit dem Abstieg rechnen und planen. Jetzt heißt es, die verbleibenden Spiele vernünftig zu spielen und sich achtbar aus der Dritten Liga zu verabschieden", sagte er.

Rogawska weiß natürlich auch, dass die Chancen auf den Klassenerhalt nur noch theoretischer Natur sind. Einfach aufzugeben, liegt aber nicht in seinem Naturell. "Wir spielen noch gegen Lemgo, da muss es knallen", sagte der Däne angesichts von vier Punkten Rückstand auf den Kontrahenten bei noch sieben ausstehenden Spielen. "Und dann musst du gucken, wo du noch Punkte holen kannst. Man muss aber sehen, ob die Mannschaft dann die nötige Zielstrebigkeit noch hat", ergänzte der Trainer. Die nächste Aufgabe ist am Freitag das Duell beim Tabellenzweiten Bayer Dormagen.

(ame)