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Der VfL Jüchen hat früh die Klasse gehalten.

FUSSBALL : Jüchen freut sich über gute Saison

Der Trainer des Landesligisten hat einen eigenen neuen Punkterekord geholt. Sein Team ist launisch, kann aber auch kämpfen.

Ein Dorfklub hat seinen Platz in der Landesliga gefunden, ist inzwischen ein gesichertes Mitglied in der Gruppe 1 und hat nicht zuletzt dadurch sein Image stark aufpoliert. Die schwierigen Anfangszeiten in der Landesliga scheinen für den VfL Jüchen-Garzweiler Vergangenheit zu sein.

Damals zog es immer wieder erstklassige Spieler aus der Nachbarschaft aufs Land. Dort ging es gemütlicher zu, Stress und Training hielten sich in Grenzen, zumal man sich auch zwischendurch Auszeiten nehmen konnte, um die Borussia europaweit zu begleiten. Diese Annehmlichkeiten gehören noch immer nicht vollständig der Vergangenheit an, wurden aber durch Trainer Michele Fasanelli deutlich eingeschränkt, und zwar mit Erfolg.

Jedenfalls konnte Jüchen in dieser Saison erstmals recht früh die Klasse halten. Fasanelli hat sogar mit 44 Punkten sein bestes Abschlussergebnis in der Landesliga erreicht. Allerdings blieb der VfL ab und zu launisch und vergab gegen schwächere Mannschaften eigentlich sicher geglaubte Punkt.

Doch inzwischen versteht es die Mannschaft auch zu kämpfen, zu spielen und Tore zu schießen. Dafür sind hauptsächlich die Zugänge Fatlum Ahmeti, Metin Türkay und Konstatine Jamarishvili verantwortlich. Aber auch Sven Rixen und Marius Köller haben der Mannschaft zu erheblich mehr Stabilität verholfen. Dazu entwickelten sich Talente wie Baris Gürpinar, Philip Erkes, Jonas Kell und Manuel Sousa aus dem Verein auch schwunghaft. Einen zweiten Fußball-Frühling erlebten Yannick Peltzer, Thorben Schmitt, Marc Weuffen und Mo Chaibi.

Mit erheblichen Gefahren war in dieser Saison der Torwartposten verbunden. Mit Christoph Luchtmann, Tim Paulußen, Olcay Türkoglu, Achim Vieten und René Pütz mussten fünf Torleute eingesetzt werden. Ein erheblicher Verschleiß, der allerdings absolutem Verletzungspech geschuldet war. Vielleicht hat Jüchen in der nächsten Saison mehr Glück, wenn Peter Dreßen, der mit hinreichend Ober- und Landesliga-Erfahrung ausgestattet ist, als Torwart-Trainer tätig sein wird.

Natürlich haben auch einige Spieler bei anderen Vereinen Interesse und Begehrlichkeiten geweckt. Besonders die torgefährlichen Akteure sind natürlich gefragt. Sicherlich wird Jüchen alles daransetzen, die Spieler zu behalten, denn die Zahl der bisher gemeldeten Zugänge hält sich stark in Grenzen. „Wir sind noch in Gesprächen und werden sicherlich noch etwas tun. Zunächst freuen wir uns aber über eine sehr gute Saisonleistung“, sagt Fasanelli.

Zugänge: Simon Sommer (Odenkirchen 05/07), Bela Jesaja Kutsojannis, Sven Raddatz (beide SC Kapellen), Kevin Dyla (SV Uedesheim), Erol Dzaferi (VfB Hochneukirch). Abgänge: Marc Weuffen (pausiert), Danny Hepner, Sebastian Muyres (VfL Jüchen 2), Fatlum Ahmeti (BC Viktoria Glesch-Paffendorf).