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Handball: Der TV Korschenbroich steckt in der Krise

Handball : Der TV Korschenbroich steckt in der Krise

Handball Das Urteil des Christian Voß war bezeichnend: "Die Mannschaft ist momentan psychisch ziemlich am Boden." Das sagte der Trainer des Zweitligisten TV Korschenbroich nach einer deutlichen 25:34 (13:20)-Niederlage beim SV Post Schwerin am Mittwochabend. Von wenigen Höhepunkten abgesehen geht es sportlich seit dem freiwilligen Rückzug des Lizenzantrages bergab. Voß ist merklich verstimmt ob der Talfahrt nach dem bekannt gewordenen Zwangsabstieg: "Die Mannschaft ist einfach hochgradig verunsichert. Wir müssen uns über die neuerliche Entwicklung unterhalten. Ich persönlich will nicht so weitermachen, unabhängig von allem, was derzeit im Umfeld läuft." Zu Beginn der Woche hatte der Sportliche Leiter Kai Faltin erklärt, der TVK Handball GmbH & Co. KG fehlten auch für die kommende Saison in der Dritten Liga noch Sponsoren-Zusagen in Höhe in sechsstelliger Höhe. Keine Frage, der TVK steckt in einer großen Krise.

Handball Das Urteil des Christian Voß war bezeichnend: "Die Mannschaft ist momentan psychisch ziemlich am Boden." Das sagte der Trainer des Zweitligisten TV Korschenbroich nach einer deutlichen 25:34 (13:20)-Niederlage beim SV Post Schwerin am Mittwochabend. Von wenigen Höhepunkten abgesehen geht es sportlich seit dem freiwilligen Rückzug des Lizenzantrages bergab. Voß ist merklich verstimmt ob der Talfahrt nach dem bekannt gewordenen Zwangsabstieg: "Die Mannschaft ist einfach hochgradig verunsichert. Wir müssen uns über die neuerliche Entwicklung unterhalten. Ich persönlich will nicht so weitermachen, unabhängig von allem, was derzeit im Umfeld läuft." Zu Beginn der Woche hatte der Sportliche Leiter Kai Faltin erklärt, der TVK Handball GmbH & Co. KG fehlten auch für die kommende Saison in der Dritten Liga noch Sponsoren-Zusagen in Höhe in sechsstelliger Höhe. Keine Frage, der TVK steckt in einer großen Krise.

Deppisch genervt

Rechtsaußen Mathias Deppisch war genervt ob der Diskussionen über die Verfassung der Mannschaft: "Es kann nicht sein, dass vor jeder Partie versucht wird, unsere psychologische Verfassung zu untersuchen. Ich kann die Kommentare zum Drumherum nicht mehr hören. Es gibt konkrete handballerische Gründe dafür, dass wir in letzter Zeit nur so wenige Spiele gewinnen."

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Die gab es auch in Schwerin: Zehn Minuten hielt Korschenbroich mit. Dann zogen die Gastgeber auf 17:9 (21. Minute) davon. Im Hinspiel, das Korschenbroich klar gewonnen hatte, waren die Schweriner nur Statisten gewesen. Diesmal war es umgekehrt. Nach dem Seitenwechsel kämpfte sich der TVK noch einmal auf 19:23 heran, war aber am Ende chancenlos. "ich bin mir sicher, dass meine Spieler sich am Ende am meisten darüber ärgern, nicht 100 Prozent gegeben zu haben", sagt Voß. Bezeichnend, dass der engagierte wie noch unerfahrene Björn Marquardt mit fünf Toren bester Werfer war. Sportlich kann sich die Situation am Samstag im Heimspiel gegen die HSG Nordhorn-Lingen ändern (Anwurf 19.30 Uhr, Waldsporthalle). Dafür ist aber eine erhebliche Leistungssteigerung vonnöten.

Wirtschaftlich hofft der TVK nun auf die kommenden Wochen. Denn bevor die fehlenden Zusagen (oder Absagen) nicht eintreffen, kann Faltin weder einen Trainer, noch Spieler verpflichten. Ihm läuft aber die Zeit davon: Mitte März haben viele Konkurrenten ihre Kaderplanung normalerweise schon abgeschlossen. Mit den drei Zwangsabsteigern im Westen TVK, Düsseldorf und Dormagen ergibt sich aber eine neue Situation: Für viele Spieler wird es schwierig sein, zu alten Konditionen unterzukommen.

(angr)