Der Stadtsportbund hat seine Aktion „Sport im Park“ eröffnet

Breitensport: Sonne, Sport und Familie

Mit dem Familiensporttag hat der Stadtsportbund am Sonntag seine große Aktion „Sport im Park“ eröffnet, die nun über acht Wochen mit 132 Bewegungsangeboten an unterschiedlichen Standorten stattfindet.

Besser hätte das Wetter nicht sein können beim Familiensporttag des Stadtsportbundes (SSB) im Grenzlandstadion. Bei 24 Grad und Sonnenschein nutzten 21 Vereine – also exakt ein Zehntel der 210 Klubs, die im SSB organisiert sind – die Gelegenheit, sich gemeinsam auf der großen Fläche zu präsentieren.

Diese Großflächigkeit hatte indes auch den Nachteil, dass sich die Besucher etwas auf der Anlage verloren. Hinzu kamen die zahlreichen „Konkurrenzveranstaltungen“ in der Stadt, etwa die Grillmeisterschaften oder der Greta Markt, wie SSB-Geschäftsführer Johannes Gathen meinte. Sein Sportwart Dieter Kauertz hatte die Eröffnungsrede zum Familiensporttag, der den Auftakt bildet für das nun achtwöchige Großprojekt „Sport im Park“, gehalten und darin auf die 132 Bewegungsangebote der großen Aktion hingewiesen (siehe Info-Kasten).

  • Stadtsportbund : Vereine zeigen sich bei „Sport im Park“

Davon konnte man gestern schon 30 verschiedene erleben. Trainerin Birte Zeitner vom TSC Mönchengladbach zeigte an der Stange das neue Angebot des SSB, Pole Dance, und gab interessierten Damen und Männern erste Haltungstipps mit auf den Weg. Mit einem wahren Großaufgebot war der Post SV Mönchengladbach im Grenzlandstadion aktiv, der mehrere Demonstrationen Tai-Chi auf dem Rasen aufführte. Direkt daneben tobte sich eine Gruppe des Kampfsportvereins Kanazawa aus, deren jüngere Mitglieder auch in kompletten Anzügen nebenan das Kleinfeld-Tennis beim TC SW Rheydt ausprobierten. Die Majorettengarde Hardterbroich wirbelte ihre Stöcke durch die Luft und fing sie artistisch wieder auf, das LAZ Mönchengladbach und die Turnerschaft Neuwerk illustrierten unter anderem mit großen Pfeilen, die es in Ringe auf dem Rasen zu werfen galt, die richtige Technik beim Speerwurf – selbstverständlich ohne den in der Mitte des Stadions liegenden Segelflieger des Vereins für Luftfahrt zu gefährden.

Dynamisch ging es beim Kampfsportverein Kanazawa zu. Foto: Georg Amend

Gefährlich wurde es auch für Axel Tillmanns nicht, wohl aber schweißtreibend, als er sich bei den „Glad Badges“ und den „Magic Circles“ der Square-Dance-Show anschloss. „Normalerweise muss man beim Tanzen ja Choreografien beherrschen, aber hier werden die von draußen Anweisungen reingerufen. Das ist noch einmal eine andere Nummer“, sagte Tillmanns. Marita Michiels, Präsidentin der „Magic Circles“, hob als Vorteile ihrer Sportart hervor: „Es ist egal, wenn man kein Taktgefühl hat – man muss nur gehen können. Square Dance hilft erwiesenermaßen auch gegen Alzheimer. Und wenn man im Alter nicht mehr zu einem Paartanz gehen kann, weil man keinen Partner mehr hat – beim Square Dance findet man immer einen.“ Und lachend ergänzte Michiels: „Der Hauptgrund für mich, dahin zu gehen, ist aber ein anderer: Frauen dürfen beim Square Dance die Männer auffordern – und die dürfen nicht ablehnen.“ Und schon was gelernt beim Familiensporttag.

Beim Square Dance machte Moderator Axel Tillmanns mit (hinten, mitte). Foto: Georg Amend
Mehr von RP ONLINE