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Hockey: Der neue Trainer ist der Star beim RSV

Hockey : Der neue Trainer ist der Star beim RSV

Der Olympiasieger und frühere Rekord-Nationalspieler Volker Fried übernimmt den Hockey-Regionalligisten.

Lange hielt die Enttäuschung über den Abstieg aus der Zweiten Bundesliga beim Rheydter SV Hockey + Tennis nicht an. Die Verantwortlichen arbeiteten schließlich noch während der Saison im Hintergrund an der Zukunft des Vereins. Und die ist ab sofort mit einem klangvollen Namen verbunden: Der Olympiasieger und frühere Rekordnationalspieler Volker Fried übernimmt das Traineramt beim Regionalligisten. Gestern präsentierte der RSV seinen neuen Coach.

"Das ist für uns ein sehr schöner und wichtiger Tag, da wir in Volker Fried einen hoch qualifizierten Trainer gefunden haben, der zu unseren Überlegungen und unserem Verein passt", sagte der RSV-Vorsitzende Stefan Backhaus. Lange Verhandlungen mit dem 52-Jährigen gab es nicht. "Wir haben schnell zueinandergefunden und benötigten nur zwei sehr konstruktive Gespräche", sagte Backhaus. Dass zum Zeitpunkt dieser Gespräche die Abstiegsfrage noch gar nicht geklärt war, spielte für den erfahrenen Trainer keine Rolle.

"Die Mannschaft zu entwickeln und die Nachwuchsspieler zu integrieren, steht im Mittelpunkt der Arbeit. Ich habe mich im Hockey lange genug auf höchster Leistungsebene bewegt. Für mich ist es genauso erfüllend, mit jungen, leistungswilligen Spielern etwas zu erarbeiten", sagte Fried, der beim RSV nicht nur die Ersten Herren übernehmen wird. Auch die männliche Jugend A und B fallen ab sofort in seinen Zuständigkeitsbereich, der bisherige Trainer Nils Helbig wird ihn dabei unterstützen.

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"Ich halte dieses Gesamtkonstrukt für ideal, um langfristige Ziele zu verwirklichen", sagte Fried, der in dieser Funktion zuletzt beim Marienburger SC und zuvor elf Jahre erfolgreich beim Düsseldorfer HC gearbeitet hatte. In Rheydt soll er nun die Talente, die in den kommenden Jahren aufrücken, in die Herren-Mannschaft integrieren. Zugleich kann er mit seiner Erfahrung und Vita eine Aufbruchstimmung erzeugen. Der Mannschaft hat er sein Konzept bereits vorgestellt, heute wird es ein zweites Treffen mit den Spielern geben.

"Es ist sicher ein Vorteil, dass wir auch der Mannschaft frühzeitig einen neuen Trainer präsentieren konnten. Das war im vergangenen Jahr mit Roy Bax anders", sagte Jens Hilgers. Der Ressortleiter Hockey hat bisher aus dem derzeitigen Kader keine weiteren Abgänge verzeichnen müssen. Nur die Neuseeländer George Connell und Richard Bain sind in ihre Heimat zurückgekehrt.

"Wir sind guten Mutes, dass die Mannschaft zusammenbleibt. Wir wollen aber noch drei Spieler mit Qualität hinzugewinnen", sagte Hilgers. Ende Juli wird Fried mit der Mannschaft in die Vorbereitung starten. Bis dahin wird noch ein Co-Trainer das Betreuerteam verstärken. Ein konkretes Saisonziel nennt Fried nicht. "Der RSV hat hervorragende Rahmenbedingungen geschaffen, jetzt liegt es an uns, etwas daraus zu machen. Wir gehen mit viel Freude an die Aufgabe heran", sagte der neue Hoffnungsträger.

(togr)