Der Gladbacher HTC empfängt den TuS Sennelager und Blau-Weiss Aachen

Tennis-Bundesliga : GHTC hofft auf Kohlschreiber und das Wetter

Der Topspieler ist bei beiden Heimspielen ebenso am Start wie die niederländische Nummer eins, Robin Haase. Am heutigen Freitag könnte es gegen den TuS Sennelager in die Halle gehen, am Sonntag gegen TK Blau-Weiss Aachen soll das Wetter besser werden.

Philipp Kohlschreiber hat am ersten Spieltag beim HTC Blau-Weiß Krefeld zwar sowohl sein Einzel als auch das Doppel mit Tim Sandkaulen verloren, sein Einsatz war für den Gladbacher HTC dennoch Gold wert. „Dadurch, dass wir ihn an Nummer eins hatten, waren die drei Einzelsiege hinter ihm erst möglich“, betont Teamchef Henrik Schmidt nach dem 3:3 zum Start in die neue Bundesliga-Saison.

Und dass der Spitzenspieler überhaupt anreiste, war schon bemerkenswert: Immerhin befand er sich mit seiner Frau im Urlaub in Griechenland, nachdem er zum Auftakt in Wimbledon gegen die Nummer eins der Tenniswelt, Novak Djokovic, der am heutigen Freitag in London das Halbfinale gegen Roberto Bautista Agut bestreitet, mit 3:6, 5:7, 3:6 ausgeschieden war. „Kohli hatte uns gesagt, dass wir keine Wunderdinge von ihm erwarten dürfen, nachdem er sechs Wochen lang nicht auf Asche und die letzten fünf Tage vor der Partie in Krefeld überhaupt kein Tennis gespielt hat“, berichtet Schmidt. „Aber wir waren heilfroh, dass er uns trotz seines Urlaubes nicht hat hängenlassen und sich voll in den Dienst der Mannschaft gestellt hat.“

Für die anstehenden Heimspiele des GHTC am heutigen Freitag (13 Uhr) gegen den TuS Sennelager aus Paderborn und am Sonntag (11 Uhr) gegen TK Blau-Weiss Aachen hatte Kohlschreiber schon lange zugesagt, mit dabei wird an beiden Tagen auch die niederländische Nummer eins Robin Haase sein. „Beide haben am Donnerstag schon zusammen bei uns trainiert. Ich bin mir sicher, dass wir auch deshalb in beiden Spielen einen Philipp Kohlschreiber sehen, der nochmal eine Stufe höher spielen wird als in Krefeld“, sagt Schmidt. Fest steht zudem, dass Andrej Martin, Aleksandr Nedovyesov und Tim Sandkaulen für das Team bereitstehen.

Zunächst geht es gegen den Aufsteiger Sennelager, Schmidt schätzt den Gegner ein: „Paderborns Nummer eins, Jozef Kovalik, ist am Donnerstag im Viertelfinale eines Challenger-Turniers in Braunschweig ausgeschieden und könnte also dabei sein. So weit ich weiß, wird die Nummer drei, Alexey Vatutin, auch dabei sein. Paderborn hat nominell eine gute Mannschaft, aber wir müssen uns überraschen lassen, ob Sennelager uns auf der Liste der Teams hat, gegen die sie in Bestbesetzung antreten müssen.“ Für den Sonntag glaubt der GHTC-Teamchef die Antwort darauf zu kennen: „Aachen wird mit einer guten Mannschaft kommen“, sagt Schmidt und ergänzt: „Die Holländer sind ja gut vernetzt. Robin Haase hat uns verraten, dass seine Landsleute Tallon Griekspoor und Thiemo de Bakker dabei sein werden, also die Aachener Nummern zwei und drei. Dazu haben sie in Sander Gille/Bakker ein Weltklasse-Doppel. Das wird keine einfache Partie. Wir sind zwar Favorit, aber Aachen ist in der Lage, uns ein Bein zu stellen.“

Abseits des Sportlichen hat Schmidt nur eine Sorge: das Wetter. „Das sieht für Freitag nicht gut aus, eventuell müssen wir in die Rima-Halle an der Waldnieler Straße ausweichen. Das würde zwar zuschauertechnisch schwierig, weil wir da keine Tribünen haben, aber es kann passieren. Wir starten auf jeden Fall An den Holter Sportstätten und hoffen, dass wir da bleiben können, auch wenn es vielleicht Regenpausen gibt.“

Mehr von RP ONLINE