Der Gladbacher HTC empfängt am Sonntag den DSD Düsseldorf

Hockey : 100 Jahre und kein bisschen angestaubt

Der Gladbacher HTC hatte seinen runden Geburtstag am Donnerstag, groß gefeiert wird im Sommer. Derzeit konzentrieren sich alle auf den laufenden Sport – die Hockey-Herren auf die Zweite Liga, in der sie Düsseldorf empfangen. Das Hinspiel gewannen sie 4:2, in der Offensive hat Trainer Marcus Küppers die Qual der Wahl.

Der Gladbacher HTC ist seit Donnerstag 100 Jahre alt. Am 9. Mai 1919 entschieden die Mönchengladbacher Erich Blum, Hermann Elsner, Karl von Katzler und Karl Haus, ihre Jugendzeit mit sportlichen Wettkämpfen auszufüllen. Entstanden ist ein Klub, der ein Traditionsverein wurde und aus der Mönchengladbacher Sportszene nicht mehr wegzudenken ist.

Das wird der GHTC im Sommer gebührend und ausgiebig feiern. Am Donnerstag war vom Jubiläum auf der Anlage an den Holter Sportstätten noch nicht viel zu spüren. Stattdessen pulsierte das Vereinsleben. Knapp 200 Sportler, von den Hockeyzwergen (Jahrgang 2015 und jünger) bis hin zu den Leistungsmannschaften im Hockey und Tennis gingen ihrer Leidenschaft im Trainingsalltag nach.

Auch die Zweitliga-Herren des GHTC hatten am Donnerstag eine Einheit. Als Vorbereitung auf das Heimspiel gegen den DSD Düsseldorf am Sonntag (12 Uhr) absolvierte Marcus Küppers mit seinem Team eine längere Videoeinheit. Dabei sah der Trainer viele positive Ansätze: „Es ging darum, dass wir uns die vielen guten Sachen aus dem letzten Wochenende nochmal vergegenwärtigt haben. Vor allem das Umschaltspiel hat sehr gut geklappt. Ich hoffe, dass wir das morgen auch so auf den Kunstrasen bekommen.“ Im Vergleich zu den beiden klaren Siegen in Hamburg erwartet Küppers am Sonntag gegen die Landeshauptstädter deutlich mehr Gegenwehr: „Der DSD hat zuletzt gegen zwei Spitzenmannschaften absolut auf Augenhöhe agiert. Deshalb wird es für uns mit Sicherheit deutlich schwieriger als in Hamburg“, sagt der GHTC-Coach. Im Hinspiel setzten sich die Gladbacher 4:2 durch, taten sich aber im Spielverlauf gegen nimmermüde Düsseldorfer lange schwer.

Personell gibt es im GHTC-Kader keinen Grund für Veränderungen. Vor allem in der Offensive hat Küppers die Qual der Wahl. So wird Daan Schenck nicht zum Kader gehören können, für ihn rückt Jan Vratz in den Sturm. „Es ist aktuell ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden. Beide entwickeln sich gut und machen einen guten Job. Für morgen habe ich mich für Jan entschieden“, sagt Küppers. Seinen Platz im Sturmzentrum hat der Südafrikaner Dayaan Abdud Cassiem sicher. Der 20-Jährige wurde unter der Woche vom südafrikanischen Nationaltrainer bereits frühzeitig für das Olympische Qualifikationsturnier nominiert. Bevor es aber im Sommer nach Indien geht, will Cassiem noch einige Mal für den GHTC netzen.

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