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Fußball: Der beschwerliche Marsch an die Spitze

Fußball : Der beschwerliche Marsch an die Spitze

Der Marsch in die Spitzengruppe der Bezirksliga ist offensichtlich nicht so leicht. Neuling Rheindahlen stolperte am vergangenen Spieltag beim 0:3 in Odenkirchen. Odenkirchen kletterte nach vielen Fehlversuchen zu Saisonbeginn recht mühsam nach oben. Fortuna hatte kurz nach dem Start den Gipfel kurzfristig erreicht, rutschte aber zuletzt böse ab. Und die Wickrather, die immer oben mitmischten, müssen sich mit einem tristen Mittelfeldplatz zufrieden geben.

"Wir haben viel zu viele schlechte Ergebnisse erzielt, um als Verfolger der Spitzengruppe noch in Frage zu kommen", sieht TuS-Trainer Norbert Müller die Situation recht realistisch. Krankheiten, Verletzungen, unzureichende Vorbereitung ließen die Wickrather nie richtig den Rhythmus finden. "

Vielleicht habe ich auch von den Neuzugängen zu viel erwartet. Das sind junge Leute, die noch Perspektive haben, die sich aber mit Geduld in diese Klasse herein arbeiten müssen", verschont sich Norbert Müller nicht mit Selbstkritik. Gegen Neuwerk muss ein Sieg her, denn sonst "müssen wir den Blick ganz stark nach unten richten", ist er sich sicher.

Diese Blickrichtung hat auch Fortunas Trainer Stefan Houben, obwohl ein durchaus gutes Punktekonto ein wenig Beruhigung bringen sollte. "Ich bin froh, wenn wir uns in die Winterpause retten. So richtig wohl ist mir vor den restlichen drei Spielen nicht", gibt er offen zu. Drei Spiele ohne Sieg, dazu die Turbulenzen im Verein, das sind keine guten Voraussetzungen vor dem Derby in Rheindahlen. Stefan Houben: "Ich hoffe, dass wir uns noch einmal zusammenreißen und als Mannschaft präsentieren."

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Das erwartet aber auch Manuel Moreira von seiner Mannschaft: "Wir müssen das 0:3 nach neun Spielen ohne Niederlage vergessen machen. Zudem haben wir mit Fortuna aus dem Vorjahr noch eine Rechnung offen", gibt sich der SCR-Trainer kämpferisch. Da handelte sich Thomas Mertens bei den Hallenstadtmeisterschaften gegen Fortuna eine achtwöchige Sperre ein. Der 3:0-Sieg in der Meisterschaft wurde dem SC aberkannt, weil Okan Cerci nicht spielberechtigt war. "Dafür konnten die Fortunen nichts, aber wir wollen das wieder ausbügeln", fordert Manuel Moreira.

In Odenkirchen läuft die Sache in umgekehrter Richtung. Drei Siege in Folge haben den Landesliga-Absteiger auf den fünften Platz gebracht. Trainer Ralf Hoppe ist es gelungen, die Abwehr zu stabilisieren, und mit Torjäger Alexander Barth hat der Angriff wieder erfolgreich Fahrt aufgenommen. "Ich freue mich aber auch darüber, dass junge Spieler den Anschluss gefunden haben, die eine Perspektive für die Zukunft bieten", sagt Ralf Hoppe. Durchaus möglich, dass die Odenkirchener in Norf nachlegen und zum vierten Sieg in Folge kommen.

(RP)