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Fußball: Der 1. FC will die Favoritenrolle nicht

Fußball : Der 1. FC will die Favoritenrolle nicht

32 Teams spielen ab heute um den Titel des Hallen-Stadtmeisters. Am 4. Januar geht es in der Endrunde um den RP-Pokal. Den hat der Landesligist aus dem Westend schon 13-mal gewonnen. FC-Trainer Stephan Houben sieht eher Odenkirchen vorn.

HALLENFUSSBALL Heute beginnt Mönchengladbachs größtes Amateurfußball-Spektakel. Bei der Hallenfußball-Stadtmeisterschaft geht es in der Jahnhalle bereits zum 31. Mal um den Wanderpokal der Rheinischen Post. Und in der Vorrunde zunächst um die Frage, welche acht der insgesamt 32 Mannschaften beim Finaltag am 4. Januar in der Endrunde dabei sein werden.

Eine Besonderheit ist, dass die sechs Vorrundengruppen komplett im "alten" Jahr durchgezogen werden. Sowohl am morgigen Samstag als auch am Sonntag werden jeweils zwei Gruppen (ab 11 und ab 17.30 Uhr) ausgespielt. Fußball total also am letzten Wochenende des Jahres 2013. Das bedeutet nicht nur ein dicht gedrängtes Programm für die Dauerkarteninhaber, sondern auch für die Verantwortlichen um Rolf Göttel und Thomas Klingen sowie die Hallensprecher Bernd Schoemann und Dieter Kauertz.

Seit der ersten Austragung der Stadtmeisterschaft 1984 gehörte der 1. FC, aktuell Dritter in der Landesliga und damit Gladbachs bestes Amateurteam, immer zu den Favoriten. Und er ist auch diesmal der Titelverteidiger, gewann das Endspiel im Januar 2013 4:2 gegen Odenkirchen 05/07. 13-mal haben die Westender bereits den großen Pokal der RP gewonnen. Aber Trainer Stephan Houben sieht sein Team anders als viele Experten dieses Mal nicht als den ersten Titelanwärter, sondern bestenfalls als Mitfavoriten.

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"Uns fehlen durch Verletzungen oder Urlaub einige gute Hallenspieler wie Kisolo Deo Biskup, Frederik Verlinden, Jan Eckhardt oder Michael Kersten. Wir werden eine gemischte Mannschaft aus Erster, Zweiter und A-Jugend bilden, sind uns aber klar, dass wir zumindest die Rolle als Mitfavorit annehmen müssen", sagt Stephan Houben. Er weiß natürlich, dass die Hallentitelkämpfe einen hohen Prestige-Faktor in der Stadt haben. "Für uns haben sie nicht die höchste Priorität, sind aber eine willkommene Abwechslung", sagt er.

Favorit sind für Houben die in der Landesliga hinter dem FC lauernden Odenkirchener. "Die sind traditionell gut und haben jetzt mit Akin Uslucan, Ferdi Berberoglu und Sascha Shamekh gute Hallenspieler dazubekommen. Ganz ehrlich, ich würde sie als Favoriten auch dann nennen, wenn ich nicht Trainer des 1. FC wäre", sagt Houben. Gleich heute in Gruppe 1 können sich die Zuschauer überzeugen, wie stark das Team von Odenkirchens Coach Peter Schleuter wirklich auftritt.

Es darf davon ausgegangen werden, dass die Jahnhalle wieder der Publikumsmagnet zum Jahreswechsel sein wird. In den Vorjahren war die Halle auch in der Vorrunde meist nahezu ausverkauft. Das ist auch diesmal zu erwarten, was dem Stadtsportbund die Kassen ordentlich füllt.

Zu den Attraktionen zählte in den Vorjahren neben dem SV Lürrip stets der Polizei SV, da er hier mehr oder weniger "Gastgeber" ist und nur wenige Meter von der Halle entfernt seine Spiele in der "normalen" Meisterschaftsrunde austrägt. Sorgten vor einem Jahr die Papierschnipsel der PSV-Fans nicht überall für Begeisterung, so soll es diesmal Stimmung ohne anschließende Rückstande in der Halle geben. Die Anhänger des PSV müssen jedoch bis zur letzten Gruppe am Montag warten — und treffen dann auf den 1. FC. Auch der FC Maroc ließ sich stimmungsmäßig im Vorjahr nicht lumpen und verpasste das Weiterkommen nur knapp.

Der Rheydter SV wird nur mit der Zweitvertretung antreten — was den Konkurrenten in Gruppe 3 Möglichkeiten eröffnet. Auch das technisch starke Team von Welate Roj könnte am Sonntag in Gruppe 5 davon profitieren, dass Holt ebenfalls nur mit einer B-Auswahl spielen wird.

Die Tickets für die Endrunde wird es diesmal jedenfalls erst am 3. Januar ab 15.30 Uhr in der Jahnhalle geben. Zwei Karten werden dort dann pro Person verkauft.

(kpn)