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Dem Mönchengladbacher Fußball-Kreisligisten SC Hardt bereitet Corona einige Probleme

Corona, Quarantäne, Spielausfälle, anfällige Defensive : Darum kam Bezirksligist SC Hardt noch nicht richtig in Tritt

Es gibt verschiedene Gründe, warum der Aufsteiger SC Hardt in dieser Fußball-Bezirksliga noch nicht richtig in Tritt gekommen ist.

Nach sechs Jahren Abstinenz hat der SC Hardt in der vergangenen Saison den lange angestrebten Wiederaufstieg in die Bezirksliga geschafft. Es soll nicht nur bei nur einem Jahr Zugehörigkeit bleiben. Die Verantwortlichen wussten, dass es zunächst darum gehen würde, sich in der höheren Liga einzugewöhnen. Dennoch hatte das Umfeld mit einem bisher besseren Abschneiden gerechnet. Nur fünf Punkte gab es bislang, immerhin steht der SC über „dem Strich“. Auch in Hardt geht man mittlerweile davon aus, dass die Saison frühestens Ende März, eher April über die Bühne geht. Und, dass die Saison nach Beenden der Hinrunde gewertet wird.

Saisonverlauf Nur zwei Punkte aus den ersten fünf Begegnungen holte der Aufsteiger. Es hätten einige mehr sein dürfen, doch Corona-Verdachtsfälle im Team sorgten für Quarantäne und somit Trainingsverbot sowie Spielverlegungen, so kam Hardt nicht in den Tritt. Der Oktober war geprägt von Englischen Wochen mit Meisterschaftsspielen, Kreis- und Niederrheinpokal. Dem Aus im Niederrheinpokal gegen den Oberligisten TSV Meerbusch folgte der Kreispokal-K.o. gegen den Landesligisten ASV Süchteln. Gegen die Odenkirchen gab es zuvor den einzigen Saisonsieg – ein klares 4:1 im vorletzten Spiel vor dem Lockdown.

Das war gut Mit einem Durchschnittsalter von 22,8 Jahren stellt Hardt mit eines der jüngsten Teams in der Bezirksliga. Aber fehlende Erfahrung sollte dem Team von Trainer Raimund Schleszies nicht vorgeworfen werden, denn etliche der „jungen Wilden“ würden auch noch eine Liga höher mit zum Stammkader zählen. 27 Spieler zählt der aktuelle Hardter Kader, die bisher 19 eingesetzten Spieler zählen zumindest zum erweiterten Stammkader. Die verbliebenen Spieler ohne Einsatzzeiten wird Schleszies im Lauf der weiteren Saison näher an die gesetzten Spieler heranführen. Technisch zählen die Hardter mit zu den Besten der Liga.

Das war schlecht Sieben Meisterschaftsspiele plus vier weitere Begegnungen in den beiden Pokalwettbewerben – und keines endete mit einer weißen Weste. Defensiv besteht noch einiger Trainingsbedarf, denn einige Gegentore fallen in die Kategorie „dumm gelaufen“. Offensiv brauchen die Grün-Weißen vor dem gegnerischen Tor ein besseres Nervenkostüm. Zu viele Chancen werden vergeben. Vorn wie hinten fehlt teilweise die letzte Konsequenz.

Personalien Im Dezember kehrte Maximilian Mainz nach einem für ihn enttäuschenden Halbjahr beim A-Ligisten VSF Amern II nach Hardt zurück. Ansonsten wird dem bestehenden Kader weiterhin vertraut. Mit Trainer Raimund Schleszies wird sich zeitnah zusammengesetzt, wenn die Saison ihre Fortsetzung findet, das ließ Hardts Vorsitzender Ingo Hommen durchblicken. Wenn auch noch die Langzeitverletzten zurückkommen – allen voran Goalgetter Thomas Coenen – dann wird es für die Hardter weiter nach oben gehen und am Ende ein anvisierter einstelliger Tabellenplatz erreicht sein.