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Coronavirus: Der organisierte Sport am Niederrhein steht still

Sportverbände : Corona-Krise: Der organisierte Sport steht komplett still

Bereits am Donnerstag hatten die Handball- und Volleyballverbände ihren Spielbetrieb aufgrund der sich ausbreitenden Corona-Krise eingestellt. Am Freitag zogen nun die Verbände weiterer Sportarten nach.

So lässt der Fußball-Verband Mittelrhein, der bereits an den vergangenen Wochenenden den Spielbetrieb im besonders betroffenen Kreis Heinsberg ausgesetzt hatte, nun den Ball komplett bis Freitag, 17. April, ruhen. Zwei Tage – und damit noch einen Spieltag – länger, ist der Spielbetrieb im Fußballverband Niederrhein eingestellt.

„In den vergangenen 48 Stunden hat sich die Anzahl der Vereine, die große Sorgen hatten und um Spielverlegungen baten, dramatisch erhöht. Daher wurde in einem gemeinsamen Gespräch mit den Kreisen die Entscheidung getroffen, den Spielbetrieb in unserem Verbandsgebiet zu unterbrechen. Es war keine leichte Entscheidung, denn eigentlich ist es unser aller Bestreben, Spielbetrieb zu ermöglichen und nicht zu unterbinden. Es gilt die Sorgen der Vereine ernst zu nehmen, die Gesundheit aller steht im Vordergrund“, sagte FVN-Präsident Peter Frymuth am Freitag.

Bei Trainer Andreas Schwan, der in der Oberliga mit dem SC Union Nettetal am Sonntag die SF Baumberg empfangen hätte, stößt der Verband damit auf großes Verständnis. „Ich kann die Entscheidung nur befürworten. Ich hoffe, dass die Anzahl der Ansteckungen damit eingedämmt werden kann“, sagt Schwan. Die Nettetaler werden auch den Trainingsbetrieb für alle Mannschaften in den nächsten Wochen einstellen. Schwan: „Die Gesundheit geht klar vor.“ Doch nicht nur in den unteren Ligen wird die Saison unterbrochen. Auch in den Junioren-Bundesligen, in der Regionalliga West sowie in der Zweiten Frauen-Bundesliga – überall sind Borussias Mannschaften vertreten – ruht der Ball mindestens an den kommenden beiden Spieltagen.

Die sich verschärfende Corona-Krise hat nun auch dazu geführt, dass die Hockey-Pro-League-Spiele der deutschen Herren und Damen in Mönchengladbach jetzt doch komplett abgesagt werden müssen. Eigentlich sollten kommenden Donnerstag zumindest die Spiele gegen Belgien – die Partien gegen Australien waren bereits abgesetzt worden – stattfinden, nur ohne Zuschauer. „Die Entwicklungen der letzten Tage nicht nur bei uns, sondern in allen betroffenen Nationen, machen die Verschiebung der Spieltermine zu diesem Zeitpunkt zur einzig sinnvollen Maßnahme“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Hockey-Bundes, Heiko von Glahn. Über die Frage, wann die Partien später im Jahr ausgetragen werden, entscheidet der Weltverband FIH zu einem späteren Zeitpunkt.

Außerdem beschloss der DHB am Freitagnachmittag, dass es in den Feldhockey-Bundesligen bis einschließlich des letzten Aprilwochenendes keinen Spielbetrieb gibt. Davon ist demnach auch der Gladbacher HTC betroffen. „Präsidium und Vorstand hoffen, dass die Bundesligasaison, in welcher Form auch immer, sportlich beendet werden kann“, heißt es weiter in der Mitteilung des DHB.

Am Freitag reagierte auch der Westdeutsche Tischtennis-Verband, er schloss sich dem Bundesverband DTTB an und stellte den Spielbetrieb zunächst bis zum 17. April ein. Die Teams aus der Region mit dem Regionalligisten ASV Süchteln an der Spitze können also am Wochenende und lange darüber hinaus ihre Schläger in den Taschen lassen. „Über die Folgewirkungen, z.B. die Verschiebung von Wettkämpfen, deren Streichung sowie Auf- und Abstiegsregelungen, wird beraten werden müssen“, heißt es auf der Seite des WTTV. Auch der Tennisverband Niederrhein vermeldete am Freitag eine vorzeitige Beendigung seiner Winterhallenrunde.