Judo : Bronze für Bravik und Aljaz

Nachdem bekannt wurde, dass der Welt- und Europameister Teddy Riner aus Frankreich bei den Europameisterschaften in Tiflis (Georgien) nicht antreten würde, gab es viele Aspiranten mit Ambitionen auf den Titel.

Auch Andreas Tölzer vom 1. Judo-Club Mönchengladbach gehörte dazu. Wenn am Ende des Finals Martin Padar aus Estland sich gegen Grim Vuijsters, Niederlande, durchsetzen konnte, so ist das keine Überraschung. Padar zählt schon seit Jahren zur europäischen Spitze. 2007 hatte ihn Tölzer auf dem Weg zu seinem EM-Titel noch aus dem Weg räumen können.

Tölzer begann das Turnier mit einem Blitzsieg nach 23 Sekunden gegen den Moldawier Vladimir Starcencov. Euphorische-Begeisterung bei seinen Anhängern, die ihn schon als neuen Europameister sahen. Das Poolfinale gegen den Weißrussen Ihar Makarau beendete aber schon nach vier Minuten alle seine Hoffnungen auf einen erneuten Titel.

Den ersten Trostrundenkampf gegen Adam Okroashvili gewann Tölzer nach einem Yuko-Rückstand vorzeitig mit Ippon und sicherte sich damit das kleine Finale um Bronze mit Alexander Mikhaylin (Russland). Am Ende des Kampfes war es für ihn aber nur der fünfte Platz. Mit Kampfrichterentscheid im Golden Score unterlag er denkbar knapp dem russischen Ex-Weltmeister, der sich mit der Bronze-Medaille schmücken ließ.

Medaillen holten diesmal die auswärtigen Bundesligakämpfer des 1. Judo-Club. Die erste Bronze-Medaille gewann Kitty Bravik. Die niederländische Junioren-Europameisterin gewann drei ihrer vier Kämpfe. Vor ihr auf dem Treppchen standen Natalia Kuzyutina (Russland) und Ana Carrascosa (Spanien). Danach sicherte sich auch Aljaz Sedej (Slowenien), der ebenfalls für den 1. JC in der Bundesliga kämpft, eine Bronzemedaille. Nach dem Einzug ins Halbfinale und der Niederlage gegen den Italiener Ciano, den er bei der Aufstiegsrunde des 1. JC zur Ersten Bundesliga im November noch bezwungen hatte, schlug Aljaz den deutschen Olympiasieger Ole Bischof im Kampf um Bronze mit Yuko.

(RP)
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