Handball: Borussia will in Düsseldorf lernen

Handball : Borussia will in Düsseldorf lernen

Handball Borussia betritt Sonntag die ganz große Handballbühne: Die Gladbacher fahren zum Oberligaspiel zur HSG Düsseldorf II in die Sporthalle in Reisholz (Sonntag, 18 Uhr). "Ich hoffe, wir können etwas lernen", sagt Trainer Zoran Cutura. Damit meint er weniger die eigene Partie, sondern das Topspiel der Zweiten Bundesliga zwischen Düsseldorf und dem Bergischen HC (16 Uhr), bei dem die Borussen zu Gast sein werden. Für Gladbach bringt der Sonntag eine Art Schicksalsspiel. Entweder geht es nach oben oder nach unten, Düsseldorf ist nämlich Verfolger der Gladbacher. Bei einem Sieg jedoch darf Borussia weiter von der Meisterschaft träumen. Mittlerweile streiten sich neben ihr drei Klubs um den Aufstieg.

Die HSG ist in eigener Halle keineswegs unschlagbar. Nur vier von neun Heimspielen gewann die Bundesligareserve, bei der der Gladbacher Stephan De Clerque (früher TV 1848) im Tor steht. "Mit der guten Deckungsarbeit aus dem letzten Spiel können wir mit den Punkten rechnen", sagt Cutura. "Wir müssen uns gut bewegen." Nur überzeugte ihn die Angriffsleistung ohne den langzeitverletzten Spielmacher Tobias Elis noch nicht. Auf der Mittelposition soll ihn Tim Crone ersetzen, eventuell kommt auch Daniel Spix zum Zug. Dessen Alternativen auf der rechten Seite wären Robert Geburtig (er hat seine Achillessehnenprobleme auskuriert) und Marco Schmidt. So oder so: Cutura muss bei seinem dünnen Kader umbauen, um Elis halbwegs ersetzen können. "Er ist ein totaler Pechvogel", klagte Cutura, der bereits beim letzten Aufstieg fast ein Jahr auf Elis verzichten musste.

Regionalligist TV Korschenbroich kämpft bereits am Freitagabend in der dritten Runde des Westdeutschen Pokals um den Einzug in den DHB-Pokal. Gegner in der Werner-Jaeger-Halle ist der Verbandsligist TV Lobberich (Anwurf 20 Uhr). Eigentlich hatte der TVK das Heimrecht zugelost bekommen, tauschte das aber aufgrund der gesperrten Waldsporthalle. Trainer Khalid Khan kann wahrscheinlich auf seinen gesamten Kader zurückgreifen. Denn die Knieverletzung Marcel Gördens stellte sich nach einer Untersuchung bei der U21-Nationalmannschaft als Meniskusquetschung heraus, die nicht am Handball hindert.

Görden dürfte anderes beschäftigen: Denn beim Länderspiel in der Schweiz am Dienstag starb sein Mitspieler Sebastian Faißt (Dormagen) auf dem Spielfeld. Faißt hatte in dieser Spielzeit auch schon gegen Korschenbroich gespielt. Görden und seine Kollegen wurden von Psychologen betreut. Der Lehrgang wurde nach dem Tod des Mitspielers abgebrochen, die zweite Partie in der Schweiz abgesagt. Görden wird heute in Korschenbroich zurück erwartet.

(RP)