Handball: Borussia verpasst Einzug ins Pokalfinale

Handball : Borussia verpasst Einzug ins Pokalfinale

Nach dem Halbfinale ist für die Borussen im DHB-Amateur-Pokal Schluss. Beim Dänischen Handball-Klub Flensborg, der den Aufstieg in die Dritte Liga anpeilt, unterliegt Gladbach deutlich mit 24:35 und begräbt damit den Traum vom Finale.

Der Traum vom Aufstieg platzte bereits vor zwei Wochen. Was blieb war die Ambition, ins Finale des DHB-Amateur-Pokals einzuziehen und sich damit für den DHB-Pokal 2015/16 zu qualifizieren. Doch am Samstagabend platzte für die Handballer von Borussia Mönchengladbach auch diese Hoffnung. Die Borussen scheiterten im Halbfinale. Sie scheiterten mit 24:35 am DHK Flensborg. Dem Dänischen Handball-Klub, der wie die Borussen in der Oberliga zuhause ist. Die Borussen scheiterten an einem Gegner, der ihnen in jeder Hinsicht überlegen war. Die Flensburger Handballer waren athletischer. Austrainierter. Technisch nahezu makellos. Und unglaublich schnell in ihrem Umschaltspiel von der Defensivarbeit in die Offensivaktionen. Doch die Borussen setzten dem ihren unbedingten Willen entgegen.

Und so waren es auch die Borussen, die zunächst in Führung gingen. 5:3 lagen die Gäste nach zehn gespielten Minuten in Front. Es war (noch) alles drin für Gladbach - auch noch nach 20 Minuten als es 8:8 stand. "Zu diesem Zeitpunkt war es ein Spiel auf sehr hohem Niveau. Wir haben am Limit gespielt und ich glaube, so ein gutes Spiel haben wir zumindest in der Rückrunde dieser Saison noch nicht gemacht", sagte Borussias Spielertrainer Tobias Elis.

Doch während Flensburg ohne jeglichen Qualitätsverlust wild durchwechselte, schwanden vor allem bei den Borussen-Akteuren, die Elis´ Top-Sieben angehören, zunehmend die Kräfte. Nach 25 Minuten hatte der DHK das Spiel auf 12:10 gedreht und bis zur Pause die Führung auf 15:11 ausgebaut. "Es gab einen Bruch im Spiel und langsam haben sich immer mehr Ballverluste eingeschlichen", erzählte Elis. Ballverluste, die der Gegner eiskalt ausnutzte - auch beziehungsweise vor allem nach dem Seitenwechsel.

Nun erhöhte Flensburg nämlich auch noch die Frequenz, mit der es über Tempogegenstöße und erste und zweite Wellen den Weg zum VfL-Tor suchte und dort angekommen die Angriffe nur allzu häufig mit erfolgreichen Torabschlüssen krönte. "Wir haben in der zweiten Halbzeit den Faden verloren", sagte Elis. Den Willen hatte seine Mannschaft aber nicht verloren. Das stellte sie unter Beweis, als sie nach dem in der 35. Minute nun schon recht deutlich ausfallenden Rückstand die Kräfte noch einmal bündelte und fünf Minuten später den Rückstand auf 16:21 runterschraubte. Wiederum fünf Minuten später war dann aber dennoch alles klar. Und zwar pro Flensborg. Der DHK war mit 25:17 wieder davon gezogen, spielte die Partie solide herunter und bescherte seinen Gästen damit schließlich eine deutliche 24:35-Niederlage.

Eine, die das Aus in einem Wettbewerb bedeutet, den Borussias Spielertrainer als einen bezeichnet, der "echt Laune macht." Noch mehr Laune als das Halbfinale hätte den Borussen wohl nur eine Fahrt nach Hamburg gemacht. Die zum Finale des DHB-Amateur-Pokals. Doch die muss Borussia nun in der nächsten Saison erneut anpeilen - ebenso wie den Aufstieg.

(rost)
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