Borussia Mönchengladbach und TV Korschenbroich müssen auswärts ran

Handball : Saison-Aus für TVK-Torhüter Krüger

Ohne Keeper Krüger geht es für den TVK zum Nordrheinliga-Schlusslicht, Borussia fährt derweil zur Oberliga-Wundertüte. Ebenfalls im Einsatz sind die Verbandsligisten TV Geistenbeck, der seine Siegessserie von zehn Erfolgen ausbauen will, und der bereits abgestiegene TVK II beim Meisterschaftsfavoriten Hiesfeld.

David Biskamp ist der beste Siebenmeterschütze der Nordrheinliga: Bei 91 Versuchen hat der Linksaußen des TV Korschenbroich 76 Treffer erzielt. Am vergangenen Wochenende waren es vier von fünf Versuchen, die Biskamp bei der 30:32-Niederlage gegen den TV Aldekerk verwandelte, insgesamt kam er in der Partie auf stolze zwölf Tore.

Am Samstag (18 Uhr) tritt der TVK beim Tabellenletzten HC Wölfe Nordrhein an, im Hinspiel war Biskamp mit Steffen Brinkhues (je sieben Tore) bester Schütze seines Teams beim 31:25-Heimsieg. Doch Trainer Dirk Wolf warnt, dass die Auswärtspartie schwieriger werden dürfte: „Als Tabellenletzter kämpfen die Wölfe um ihre fast schon letzte Überlebenschance und werden alles versuchen, die zu nutzen. Außerdem weiß man bei ihnen nie, was für eine Mannschaft sie stellen können.“ Der TVK wiederum muss auf Torwart Felix Krüger verzichten, der sich am Donnerstag im Training beim Fußball im Kopfballduell mit einem Mitspieler die Nase gebrochen hat. „Für ihn ist die Saison beendet“, sagt Wolf, Max Vitz wird so das Tor hüten. Sascha Wistuba konnte wegen einer Erkältung die ganze Woche nicht trainieren, steht aber zur Verfügung. „Ich hoffe, dass wir in der Abwehr wieder dahinkommen, wo wir schon waren und dem Gegner nicht mehr so große Räume wie gegen Aldekerk lassen“, sagt Wolf, der mit seinem Team unter den ersten Fünf der Liga bleiben will. „Das haben wir uns auf die Fahnen geschrieben und wollen das auch halten“, sagt der Trainer.

Das Programm für Sonntag steht beim TVK unabhängig von der Partie am Samstag fest: Traditionell laufen die Spieler beim Korschenbroicher City-Lauf mit.

In den letzten beiden Spielen der Oberliga lief es für Borussia nicht so gut im Angriff, und das soll sich jetzt ausgerechnet in der Partie beim Bergischen HC II ändern. Da werden dann doch Erinnerungen an das Hinspiel wach, in dem sich beide Teams über die gesamte Spielzeit eine wahre Abwehrschlacht lieferten und am Ende die Oberbergischen die Nase knapp mit 18:17 vorne hatten. Ein vollkommen untypisches Ergebnis im Männerhandball, wie es vielleicht vor 25 Jahren noch an der Tagesordnung war.

Das soll sich am Sonntag ändern. „Die Defizite im Angriff in den letzten Wochen sind uns durchaus bewusst“, sagt Trainer Tobias Elis. „Daran haben wir im Training gearbeitet. Jetzt heißt es, diese kleine Angriffsmisere aus den Köpfen zu bekommen, denn dann haben wir in Solingen durchaus Chancen, den Spieß umzudrehen. Ich bin jedenfalls guter Dinge, dass wir beide Punkte holen werden.“

Allerdings sind die Gastgeber so etwas wie eine Wundertüte, gerade bei Heimspielen, in denen sie auch Spieler aus der Bundesliga-Mannschaft einsetzen oder aus der A-Jugend, die ebenfalls Bundesligist ist. „Ich rechne immer damit, dass die Bergischen mit einem verstärkten Kader auflaufen werden“, sagt Elis. „Dann erleben wir wenigstens keine böse Überraschungen, und auch dann bin ich mir sicher, dass wir diese Aufgabe meistern können.“ Dabei muss er allerdings auf Linksaußen Daniel Panitz verzichten, der sich eine Entzündung an der Achillessehne zugezogen und ein vierwöchiges Sportverbot erhalten hat. Dafür dürfte jedoch Clim Smeets wieder mit von der Partie sein, der im letzten Spiel wegen Rückenproblemen noch pausieren musste. „Natürlich ist es schade, dass Daniel ausfällt, aber Lukas Feld ist ein guter Vertreter und momentan in einer blendenden Form. Außerdem ist unser Kader breit aufgestellt, dass wir so etwas auch mal kompensieren müssen“, so Elis.

Wenn der TV Korschenborich II am Samstag in der Verbandsliga  beim TV Jahn Hiesfeld antritt, treffen Welten aufeinander. Auf der einen Seiten die bereits abgestiegenen Korschenbroicher, auf der anderen der designierte Aufsteiger. Die Gäste dürfen auch nicht darauf hoffen, dass die Hiesfelder sie unterschätzen oder gar mit angezogener Handbremse spielen, denn sie können vorzeitig den Aufstieg in die Oberliga klarmachen. Voraussetzungen sind ein eigener Sieg und mindestens ein Punktverlust des Tabellenzweiten TV Kapellen. „Unser Ziel ist es, Spaß am Spiel zu haben und den Gegner zu ärgern, ärgern und ärgern“, betont Trainer Tom Strack. Dabei muss er allerdings auf Nico Wipperfürth (grippal angeschlagen) und Dominik Hoppe (Zahn-OP) verzichten. Dafür werden die A-Jugendlichen wieder vermehrt eingebunden.

Beim TV Geistenbeck ist Wiedergutmachung angesagt, wenn er am Samstag die Adler Königshof II empfängt, denn die Schützlinge von Trainer Thomas Laßeur verloren das Hinspiel knapp 26:27, wobei sie in der Schlusssekunde noch einen Siebenmeter verwarfen. „In einem kampfbetonten und sehr engen Spiel war das eine ganz bittere Erfahrung für uns“, erinnert sich Laßeur. „Das war die Phase, in der wir unnötig einige Punkte haben liegengelassen, sonst wäre heute sicherlich noch etwas anderes möglich.“ Ziel ist es nicht nur, den Spieß umzudrehen, sondern auch die Serie von zehn Siegen in Folge auszubauen. „Im Hinspiel hatten wir gerade mit den routinierten Spielern von Königshof unsere Schwierigkeiten, und genau daraufhin hatten wir das Training in dieser Woche ausgerichtet“, so Laßeur, der aber auch betont: „Für uns ist wichtig, dass wir uns nicht so sehr am Gegner orientieren, sondern versuchen müssen, unsere eigene Linie beizubehalten.“ Personell können die Hausherren aus dem Vollen schöpfen.

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