Borussia Mönchengladbach spielt im Halbfinale gegen Geistenbeck

Handball : Borussias Handballer sind Pokal-Favorit

Das Finalturnier des Handballkreises hat am Samstag im Halbfinale zwischen dem Oberligisten Borussia und dem Verbandsliga-Vizemeister Geistenbeck einen Höhepunkt. Das zweite Semifinale bestreiten Welfia und die TS Lürrip.

Zum Abschluss der Saison steht im Handballkreis Mönchengladbach noch das Final Four des Kreispokalwettbewerbes bei den Männern und Frauen auf dem Programm. Sämtliche Begegnungen werden in der Jahnhalle, dem Heimspielort von Borussia Mönchengladbach, ausgetragen.

Die vom Papier her wohl interessanteste Paarung bei den Halbfinalen, die alle am Samstag ausgetragen werden, ist die zwischen dem Verbandsligisten TV Geistenbeck und dem gastgebenden Oberligisten Borussia. Dabei sehen sich die Gäste ganz klar in der Rolle des Außenseiters. „Das kann sicherlich ein ganz interessantes Spiel werden, bei dem Borussia für mich der klare Favorit ist“, meint  Thomas Laßeur. „Die Borussen leben von ihrer sehr starken Abwehr und haben uns in den letzten Aufeinandertreffen auch deutlich die Grenzen aufgezeigt. Die Oberliga hat schon ein ganz anderes Niveau als die Verbandsliga, besonders die Körperlichkeit ist deutlich höher“, ergänzt der TVG-Trainer.

Dennoch ist Geistenbeck keineswegs zu unterschätzen, spielte es doch eine sehr starke Rückrunde, kassierte lediglich noch eine Niederlage und landete letztlich verdient auf dem zweiten Tabellenplatz. Also beste Voraussetzungen, um den Favoriten herauszufordern. Allerdings sind die Vorzeichen für die Geistenbecker keinesfalls als optimal zu bezeichnen. „Wir werden es leider nicht schaffen, komplett anzutreten“, sagt Laßeur. „Es fehlen einige Spieler, weil sie entweder beruflich oder privat verhindert oder auch noch nicht fit sind. Dementsprechend werden wir unseren Kader mit Spielern aus der zweiten Mannschaft komplettieren.“ Unter anderem muss er auf Philipp Crews, Jens Hermanns, Nico Reinartz und Manuel Bremges verzichten, die während der Saison das Gros der Geistenbecker Tore erzielten.

Jedoch haben nicht nur die Geistenbecker personelle Probleme, auch Borussia Mönchengladbach geht es in dieser Hinsicht nicht viel besser. „Wir haben nicht alle Spieler an Bord, weil sich Daniel Panitz, Vincent Rose und Sven Plath bereits im Urlaub befinden“, sagt der Gladbacher Co-Trainer Bodo Grewe. „Dennoch glaube ich, dass die Favoritenrolle bei uns liegt, und wir freuen uns auch auf das Spiel. Es wäre natürlich schön, wenn wir das Finale erreichen würden, doch selbst wenn wir es nicht schaffen, ist es auch kein Beinbruch.“ Ergänzt wird der Kader der Borussen durch Nils Balve aus der eigenen Zweitvertretung. Der Kreisläufer war für sein Team in der Bezirksliga der erfolgreichste Torschütze. „Ich glaube, dass es ein schönes Spiel wird, weil wir auch ganz gute Beziehungen zu Geistenbeck pflegen. So sind wir dort auch zur Saisoneröffnung am 31. August eingeladen, was uns sehr gefreut hat“, sagt Grewe.

Das andere Halbfinale bestreiten der Bezirksligist Welfia Mönchengladbach und der Verbandsliga-Aufsteiger Turnerschaft Lürrip. Auch wenn die Welfen in der abgelaufenen Saison einen starken dritten Platz belegt haben, dürften sie wohl kaum Chancen haben, eine Runde weiterzukommen, denn Lürrip war über die gesamte Saison gesehen einfach zu dominant, auch wenn das letzte Spiel gegen den ATV Biesel verloren wurde. Diese Tatsache dürfte noch einmal ein besonderer Anreiz sein, sich im Pokal wieder von einer anderen Seite zu präsentieren. Die Sieger der beiden Partien bestreiten dann am Sonntag das Finale (15.30 Uhr).

(alpa)
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