Borussia Mönchengladbach: Nachwuchs startet in die Bundesligen

Jugendfußball : Borussen-Nachwuchs ist gut aufgestellt

Die A- und B-Junioren-Bundesligen starten an diesem Wochenende, die Gladbacher haben in beiden Fällen ein Heimspiel. Nachwuchs-Direktor Roland Virkus sieht beide Mannschaften gut aufgestellt, vor allem in der A-Jugend wimmelt es derzeit von Talenten, einige spielen bereits fest in der U23.

Roland Virkus, Direktor des Leistungszentrums der Borussen, blickt gespannt und mit viel Vorfreude auf die an diesem Wochenende beginnende Spielzeit in den Junioren-Bundesligen. Zu Meisterschaftsanwärtern will er die U19- und U17-Teams nicht erklären. „Beide Mannschaften sind so aufgestellt, dass sie zu den Top Vier gehören können“, sagt Virkus. „Vor allem bei den A-Junioren wird sich in den ersten Spielen zeigen, wo die Reise hingehen kann.“

Die Gladbacher starten Sonntag (11 Uhr) daheim gegen den letztjährigen Vizemeister Schalke 04. „Wir sind gut vorbereitet und wollen ein gutes Spiel abliefern. Gemessen an der Vorbereitung haben beide Teams gleiche Chancen auf den Sieg“, meint Virkus. Es folgen die Partien gegen Preußen Münster und Borussia Dortmund. Virkus sieht seinen Nachwuchs gut aufgestellt. Gegenüber der vergangenen Jahre gibt es sehr viele Talente, vor allem bei den A-Junioren. Zu den zwölf verbliebenen Spielern der Vorsaison sind 15 aus der U17 dazugestoßen. „Wir sind vom Kader überzeugt und wollten keine externen Neuzugänge holen“, sagt Virkus. Weil sich aber Ismail Harnafi verletzt hat, wurde doch noch in Oke Paulsen (Heider SV) ein Stürmer verpflichtet. Neu-Trainer Sascha Eickel kannte den Spieler aus einigen Begegnungen seiner Ex-Mannschaft Eintracht Braunschweig. Das Team wäre noch höher einzuschätzen, wenn der VfL nicht freiwillig auf einige Spieler verzichten würde. Denn die für die U19 noch spielberechtigten Jan Olschowky, Conor Noß, Kaan Kurt und Jacob Italiano gehören zum U23-Kader, Torwart Olschowsky und Kurt (Rechtsverteidiger) sogar zur Stammelf.

Auch der U17 traut Virkus zu, eine gute Rolle zu spielen. Auch wenn das Team von Trainer Hagen Schmidt in der Breite nicht so gut aufgestellt ist wie die U19. „Wenn wir ganz oben mitspielen wollen, müssen wir möglichst von Verletzungen verschont bleiben“, sagt Virkus. „Die Mannschaft muss am Anschlag spielen.“ Die mannschaftliche Geschlossenheit ist das Pfund, das die Borussen in die Waagschale werfen werden. Gleich 16 Spieler rückten von der U16 in die Bundesliga auf. Dazu gesellen sich vier Spieler aus dem Vorjahr und drei Zugänge. Dabei ist den Gladbachern ein besonderer Coup gelungen: Tim Luca Zimpel wurde von Borussia Dortmund verpflichtet. Der Mittelfeldspieler sah bei den Dortmundern keine Perspektive. Der BVB wollte einem Wechsel zunächst nicht zustimmen, einigte sich dann aber doch noch mit dem VfL. In Yassir Atty und Luca Barata haben die Borussen auch zwei aktuelle Nationalspieler in ihren Reihen. Die U17 spielt Samstag (11 Uhr) zu Hause gegen Alemannia Aachen.

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