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Borussia Mönchengladbach: Handballer rutschen ab

Handball-Oberliga : Borussia ist nach Pleite gegen Lobberich Vorletzter

Nach der 24:25-Niederlage im Derby gegen den TV Lobberich sind die ambitionierten Borussen mit ans Tabellenende der Oberliga gerutscht. Trainer Tobias Elis findet: „Wir dürfen uns nicht so runterziehen lassen.“

Das blanke Entsetzen stand den Spielern von Borussia Mönchengladbach ins Gesicht geschrieben. Gegen den Aufsteiger TV Lobberich handelten sich die Gladbacher mit dem 24:25 (12:12) im vierten Spiel die dritte Niederlage ein. Damit sind die ambitionierten Borussen Tabellen-Vorletzter der Oberliga. „Wir sind alle niedergeschlagen. Diese Niederlage ärgert uns, weil sie unnötig war. Wir müssen uns alle hinterfragen, warum wir so viele Aufs und Abs in unserem Spiel haben, und warum wir es nicht schaffen, selbstbewusst aufzutreten“, sagte Trainer Tobias Elis.

Beide Mannschaften lieferten sich von der ersten Minute an eine spannende, ausgesprochen intensive Auseinandersetzung mit wechselnden Führungen. Nach dem 12:12 zur Pause erwischten die Gäste den besseren Start in die zweite Hälfte und setzten sich über 18:15 und 20:17 ab. Die Borussen ebneten den Lobberichern mit ihren technischen Fehlern den Weg. Erst ab der 40.Minute steigerten sich die Gastgeber. Sie kamen schnell zum Ausgleich und gingen 22:21 in Führung. „Wir hatten das Momentum auf unserer Seite, aber wir haben es nicht geschafft, das zu nutzen“, meinte Elis. Es lief eben alles irgendwie nicht rund. Freistehend verwarfen die Borussen, in der Rückwärtsbewegung fehlte die Absprache, so dass die Lobbericher den Ball eroberten. Daniel Panitz handelte sich nach einem unnötigen Foul die Rote Karte ein. Überzahlsituationen führten nicht zum Erfolg, weil der Ball nicht gefangen wurde. Beim 24:24 scheiterten die Borussen vom Siebenmeterpunkt. „Das war einfach unglücklich. Wir sind nach jeder Aktion, die nicht geklappt hat, unsicherer geworden“, meinte Elis. Und das führte zu neuen Fehlern. Den Borussen fehlen im Moment die Ruhe und Abgezocktheit, in kniffligen Situationen das Richtige zu tun. „Unsere Fehler vorne haben mich wirklich gewundert. Wir müssen Vertrauen in uns haben und dürfen uns nicht so runterziehen lassen“, sagte Elis.

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Die Gäste hingegen wuchsen über sich hinaus, vor allem Tobias Liedtke am Kreis. Gegen die physisch starken Borussen ließen die Lobbericher den Ball laufen und warteten geduldig auf Lücken, um Liedtke in Szene setzen zu können. Der fing die Bälle und verwandelte sicher. Inklusive Siebenmeter erzielte der 33-Jährige zwölf Tore, so viele wie noch nie in seiner langen Karriere.

Borussia: Plath, Lyrmann – Feld (6/3), Baup, Mannheim Panitz (je 3), Smits, Krumschmidt, Rose, Prinz (je 2), Berner (1), Markovic, Ranftler.