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Handball: Borussia bekommt Grenzen aufgezeigt

Handball : Borussia bekommt Grenzen aufgezeigt

Das Team von Trainer Zoran Cutura konnte das Spiel gegen den Tabellenführer der SG Ratingen lediglich in den ersten fünf Minuten offen gestalten. Danach war bei der 25:33-Pleite in der Jahnhalle nichts mehr zu holen.

Handball kann so einfach sein. "Wenn du eine gute Deckung und einen guten Torwart hast, dann gewinnst du Spiele", pflegt Borussias Trainer Zoran Cutura immer wieder zu sagen. Im Spitzenspiel gegen die SG Ratingen fehlte dem Übungsleiter jedoch ein sicherer Rückhalt. Die Quittung folgte postwendend. Borussia verlor 25:33 — und das absolut verdient.

Cutura machte bereits im Vorfeld der Partie gegen die Ratinger klar: "Wenn die einmal mit drei, vielleicht vier Toren davonziehen, dann ist ihnen der Sieg nicht mehr zu nehmen." Angesichts dieser Aussage hätten Borussias Handballer bereits nach acht Minuten das Spielfeld verlassen können. Dann nämlich zogen die Gäste nach eigentlich ordentlichem Start der Gladbacher auf 7:2 davon. Der Grund für den frühen deutlichen Rückstand lag auf der Hand: Den Gladbachern fiel gegen den bundesligaerfahrenen Innenblock der Ratinger, bestehend aus Sebastian Bartmann und Damian Janus, wenig ein.

Oft waren Tobias Elis und Co. daher dazu gezwungen ihr Glück aus der Distanz zu versuchen — mit überschaubarem Erfolg. Hinzu kam Daniel Koenen, der trotz verstauchter rechter Hand spielte und daher arg gebeutelt in die Partie ging. "Ich konnte kaum einen etwas ungenaueren Pass mit rechts fangen", ärgerte sich Koenen. Ganz anders sah es bei den Ratingern aus. Selbst wenn sie mal Zeitspiel von den sehr durchschnittlichen Schiedsrichtern angezeigt bekamen, gelang meist Artur Giela (11 Tore) oder Ben Schütte (10) ein Tor aus der Distanz. "Die ersten vier Tore erzielt Giela aus elf Metern. Wenn mein Torwart da mal in der Ecke ist, kann er die fast fangen", sagte Cutura. Doch Henrik Buerger war viel zu selten in der richtigen Ecke und so ging es mit 11:17 in die Kabine.

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"Ich habe zur Pause noch gehofft, dass wir vielleicht das Spiel noch drehen können", gab Cutura zu. Seine Hoffnung wurde noch gesteigert, als Bartmann wegen groben Foulspiels an Koenen die Rote Karte sah. Aber die Gäste hatten eine unglaublich ausgeglichene Bank dabei. Da wurde ohne großen Qualitätsverlust Julian Pflugfelder eingewechselt, immerhin zehmaliger Jugend-Nationalspieler. Auch darum wurde aus der erhofften Aufholjagd nichts. Ratingen bestimmte weiter das Geschehen, baute den Vorsprung zwischenzeitlich auf 31:22 aus und so musste auch der größte Gladbacher Optimist einsehen, dass dieses Spiel verloren war.

"Jetzt müssen wir das Rückspiel auf jeden Fall gewinnen, aber so deutlich wird es wohl nicht. Da müssen die Ratinger anders patzen", resümierte Cutura. Von einer Vorentscheidung im Kampf um den Aufstieg wollte Cutura aber noch nicht reden.

(rüb)